Handball, 3. Liga West

SGSH: "Vollgepumpt mit Selbstvertrauen"

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Freude über einen tollen Auftritt: Moritz Eigenbrodt, Malte Müller und Alexandre Brüning.

Schalksmühle - Handball ist Taktik und Technik, aber eben nicht nur. Der mentale Faktor spielt wie in jeder Sportart eine große Rolle. Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver hat dazu direkt zu Beginn des Jahres zwei Lehrbeispiele geliefert. Erst in Gummersbach, als die SGSH irgendwie gewinnen wollte und fast verloren hätte. Und dann gegen Krefeld, als die SGSH ganz unbedingt gewinnen wollte und belohnt wurde.

Die Körpersprache im Heimspiel gegen die HSG Krefeld – sie gefiel nicht nur dem zum Drachen mutierten Hummer-Maskottchen Hascha. Auch die Fans waren angetan. „Das war das beste Spiel der vergangenen drei Jahre“, sprudelte es aus Frank Turck, Sponsor, Fan, aber nicht selten auch Kritiker der SGSH, heraus. Tatsächlich hat es Partien, in denen die SGSH diese unglaubliche Leidenschaft mit einem hohen spielerischen Niveau und Tempo verband, nicht so häufig gegeben. Klar, dass auch die Trainer strahlten. 

Die Sache mit der Leidenschaft. „Gegen Longerich hat das ab der 15. Minute gut funktioniert, jetzt eigentlich über die gesamten 60 Minuten“, stellte Trainer Stefan Neff zufrieden fest, „ich bin froh, dass wir immer mehr von diesen Auftritten haben. Das ist auch gut für die Köpfe der Jungs: Sie merken, dass sie den Ertrag bekommen, wenn sie investieren. Ich hoffe, dass noch so viele Auftritte wie möglich von dieser Sorte folgen.“ 

Dass es für einen Sportler immer leichter ist, sich gegen einen Topgegner maximal zu motivieren – es ist nicht neu. Auch Stefan Neff gesteht dies gerne ein. „Es wird immer Tage geben, an denen es mal nicht so funktioniert“, sagt Neff, wenn er aufs Gummersbach-Spiel eine Woche vorher angesprochen wird. Die beiden Auftritte waren schon extrem unterschiedlich gewesen. Und so sehr es menschlich ist, zumindest unbewusst zu meinen, dass gegen den vermeintlich schwächeren Gegner etwas weniger Aufwand ausreicht, so sehr sind Punktverluste wie der eine im Oberbergischen mit Blick aufs Klassement überaus ärgerlich. 

Sei’s drum: Am Samstag wird die SGSH keine Mühe haben, sich zu motivieren. Der nächste Gegner heißt schließlich TSV Bayer Dormagen und ist Tabellenzweiter. Und gespielt wird im Bayer-Sportcenter, der nicht für Drittliga-Handballer gebaut worden ist direkt am Rhein, sondern eigentlich für eine höhere Spielklasse. „Es macht einfach Spaß, in dieser Halle zu spielen. Dort haben wir im vergangenen Jahr ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagt Stefan Neff, „wir freuen uns riesig auf dieses Spiel, wobei ich Dormagen schon noch eine Ecke stärker einschätze als Krefeld.“ 

Bis zum Wochenende hätte Neff gerne seinen Kader wieder komplett. Florian Diehl (Pferdekuss aus dem Gummersbach-Spiel) soll am Donnerstag wieder ins Training einsteigen. Luca Sackmann ist nach seiner studienbedingten Pause auch wieder an Bord. Sorgenkind ist so vor allem Nicholas Plessers (Magen-Darm-Grippe), der für die gesamte Woche krankgeschrieben ist. Die Vorfreude mindert das nicht. „Es ist ein super-schweres Auswärtsspiel“, hatte Stefan Neff schon am Samstagabend den Fans zugerufen, „aber wir sind so vollgepumpt mit Selbstvertrauen. Wenn wir so auftreten wir gegen Krefeld, dann müssen wir uns auch dort nicht verstecken.“

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