Einseitig verteilter Druck gegen den Topfavoriten

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Eine Woche nach der Niederlage in Ferndorf trifft die SGSH mit Maciej Dmytruszynski am Sonntag in Halver auf den Wilhelmshavener HV und mithin ein Team, das auch gerne nach ganz vorne im Klassement möchte.

HALVER - Die SGSH hat es vielfach plakatiert: Am Sonntag schwappt die erste Nordseewelle nach Halver. Um 17 Uhr erwartet Drittligist SG Schalksmühle-Halver den Wilhelmshavener HV in der Sporthalle an der Mühlenstraße in Halver. Ein Spiel, das die Grasediek-Schützlinge mit 4:4-Zählern im Rücken mit einer gewissen Gelassenheit angehen können. Der Gast ist kein Geringerer als das Team, das von der Konkurrenz vor dem Start zum Topfavoriten erklärt worden ist.

Eigentlich hatte es ja mehr als nur einen heißen Titelaspiranten gegeben. Als der WHV dann aber mit kurz vor dem Start mit Oliver Köhrmann auch noch einen erfahrenen Bundesliga-Spieler zurück an die Nordsee geholt hatte, war die Ausgangslage klar für die Konkurrenz: Der Aufstieg wird nur über Wilhelmshaven führen, hieß es schnell. Der Start danach war dann allerdings mehr als durchwachsen. Daheim zwei Unentschieden, auswärts eine Niederlage beim Aufsteiger in Neuss. Ein Fehlstart war es, ein überaus kapitaler sogar. Davon ist derweil beim WHV keine Rede mehr. Am vergangenen Wochenende siegte das Team überzeugend bei der bis dato ungeschlagenen Eintracht in Hagen. Der WHV scheint angekommen zu sein in der Saison. Verspätet zwar, aber sehr zum Leidwesen der SGSH noch vor der Reise nach Halver.

„Wenn sie ihr Potenzial abrufen, dann sind wir chancenlos“, sagt Mathias Grasediek, „die Besetzung ist schon eindrucksvoll. Das ist eine super Mannschaft. Aber alle Spiele müssen gespielt werden. Wer weiß, ob sie ihr Potenzial wirklich abrufen können.“ Der SGSH-Trainer feiert am Samstag seinen 50. Geburtstag, weshalb die Partie ausnahmsweise erst am Sonntag stattfindet. Für das Team eine Doppelaufgabe mit Feier am Samstag und Spiel am Sonntag. „Wir werden uns ordentlich vorbereiten und locker in dieses Spiel gehen“, sagt Grasediek, „wir sind selbstbewusst genug zu sagen: Auch so einen Gegner können wir ärgern. Aber wir wissen auch um die Stärke des WHV. Keine Frage.“

Herzog und Polakovs wieder im Kader

Beim Gast ist das Personal wieder etwas kompletter als zu Beginn. So ist zum Beispiel in Hagen Kreisläufer Georg Auerswald, den die SGSH aus Vergleichen mit GWD Minden II kennt, zurückgekehrt, was die Deckung noch ein Stück sattelfester macht. Vorne steht wohl auch Tobias Schwolow, der in der vergangenen Saison aus Wermelskirchen kam, vor einem Comeback. In der Rückraummitte brennt es aber ohnehin nicht so sehr, spielt dort doch inzwischen Oliver Köhrmann und setzt mit Kalafut und Drechsler starke Shooter in Szene. Es kommt viel Arbeit auf die SGSH zu…

Beim Gastgeber wird Florian Diehl auf jeden Fall weiter ausfallen, seine zähe Grippe wird inzwischen mit einem Antibiotikum bekämpft. Auch bei Malte Müller (Fingerverletzung) sieht es nicht wirklich gut aus für einen Einsatz. Dazu klagt Marc Oberste über starke Rückenprobleme. Auf jeden Fall werden somit diesmal wieder Kevin Herzog und Niklas Polakovs dabei sein und versuchen, ihr Scherflein dazu beizutragen, dass das Team seinem Trainer ein nachträgliches Geschenk macht. Für den Diplom-Sportlehrer wäre es der perfekte Start ins neue Lebens-Jahrzehnt.

Thomas Machatzke

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