Handball, 3. Liga

Steter Druck im Fernduell mit Neuss und Gladbeck

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Ob die Lücken in der Auricher Abwehr ähnlich groß sein werden wie zuletzt jene in der Defensive von Schlusslicht TSG Altenhagen-Heepen? Florian Diehl hofft zumindest darauf und setzt mit der SGSH am Samstagabend voll auf Heimsieg.

Schalksmühle - Es waren bisher in dieser Saison keine guten Handballabende, wenn Gäste von der Nordsee im Sauerland ihre Visitenkarte abgegeben haben. Gegen Wilhelmshaven und Varel unterlag die SG Schalksmühle-Halver daheim. Nun ist am Samstag der OHV Aurich um 19.30 Uhr am Löh zu Gast. Und der – da gibt es keinen Zweifel im SGSH-Lager – soll ohne Pluspunkte die Heimfahrt nach Ostfriesland antreten.

Von Thomas Machatzke

„Mit einem Sieg könnten wir einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen – mal sehen, wie es am Wochenende läuft“, sagt Trainer Mathias Grasediek und meint damit nicht nur das eigene Heimspiel, sondern auch die Ergebnisse im Fernduell. Der Neusser HV hat die HSG Varel zu Gast, der VfL Gladbeck erwartet den Tabellenvorletzten ART Düsseldorf.

Theoretisch könnte auch der OHV Aurich noch der dritte Absteiger sein, allerdings wohl nur theoretisch. Zwei Punkte aus vier Spielen fehlen den Ostfriesen noch – bei zwei ausstehenden Heimspielen eigentlich kein großes Ding. „Aurich kann sich relativ sicher sein“, sagt Grasediek, „für die anderen drei Teams ist der Druck groß, natürlich auch für uns, vor allem aber auch für Neuss.“

Die Trainingswoche bei der SGSH war in ihrer ersten Hälfte eine ordentliche, allerdings keine optimale. Optimal wäre sie gewesen, wenn Daniel Krüger nicht aufgrund seiner Knieprobleme hätte passen müssen, wenn Marc Oberste nicht am Montag wegen eines Magen-Darm-Virus gefehlt hätte und wenn zudem Alex Brauckmann das Training nicht aufgrund von Adduktoren-Problemen hätte abbrechen müssen.

Erinnerungen an eine harte Gangart

Immerhin: Der Rest war fit, vor allem die Sorgenkinder Diehl und Dmytruszynski trainierten, was zuletzt regelmäßig ein gutes Zeichen fürs Wochenende war. So stand in der ersten Wochenhälfte der Rückblick aufs Hinspiel und die dort zu Tage getretenen Defizite auf dem Plan. Es war ja am Totensonntag kein Spiel wie jedes andere. 5:16 hatte die SGSH vor 1300 Zuschauern zurückgelegen, um am Ende unglücklich 26:27 zu verlieren. „Wir haben das Hinspiel nicht vergessen“, sagt Grasediek und es klingt ein bisschen wie im Western, wenn ein schlecht gelaunter Mann einem anderen böse Dinge nachträgt. Seinerzeit hatte der OHV einen durchaus rustikalen Stil an den Tag gelegt – Julian Mayer war bereits nach acht Minuten ausgeschieden und hatte in der Zahnklinik in Oldenburg einen seiner Zähne retten lassen müssen. „Da wurden Standards gesetzt, auf die wir uns erst einstellen mussten“, sagt Grasediek, „da war meine Mannschaft schon erst einmal sehr konsterniert.“

Hoffen auf die Anhängerschaft

Am Löh will die SGSH auf alles gefasst sein, auch auf eine rüde Gangart des Gastes, den Grasediek sportlich sehr respektiert. Starke Linkshänder, gute Außen, ein großer Kreisläufer und in der Rückraum-Mitte mit Marten Franke ein überragender Spielmacher – all das wartet als Herausforderung auf die SGSH. Eine Herausforderung, bei der der Trainer auf die Unterstützung der Fans hofft. „Die Schalksmühler sind immer in Halver – nun müssen die Halveraner auch mal nach Schalksmühle kommen. So weit ist das ja nicht“, sagt er, „vor zwei Wochen in Halver war die Stimmung super, leider stimmte da die Leistung nicht. Diesmal brauchen wir wieder unbedingt unsere Fans – und wollen es selbst besser machen als gegen Düsseldorf.“

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