Blutjunges Schlusslicht gastiert in der Löh-Halle

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Erwartet mit der SGSH am Samstagnachmittag zur ungewohnten Anwurfzeit um 17 Uhr den Tabellenletzten TSG Altenhagen-Heepen am Löh: Youngster Kevin Herzog.

SCHALKSMÜHLE -  Zur ungewohnten Anwurfzeit am Samstagnachmittag um 17 Uhr erwartet die SG Schalksmühle-Halver in der 3. Liga West den Tabellenletzten TSG Altenhagen-Heepen am Löh. Eine Woche nach dem so wichtigen Sieg beim Vorletzten des Klassements, ART Düsseldorf, soll der nächste Schritt heraus aus dem Tabellenkeller gelingen.

Eigentlich heißt der Gast inzwischen offiziell „TSG A/H Bielefeld“. Ein Schritt, um mehr Identifikation mit der Stadt Bielefeld zu zeigen und so vielleicht auch mehr Sponsoren zu ködern. Allerdings ist es für die TSG mit neuem Namen nicht wirklich nach vorne gegangen. Das Team, gegen das sich die SGSH in der Oberliga und 3. Liga in den vergangenen Spielzeiten so spannende Duelle lieferte und in dem Größen wie Ortmann, Grunow oder auch Keeper Dähne Akzente setzten, ist heute eher ein Sammelbecken für Youngster.

„Wir verfolgen weiter das Ziel, junge Talente aus dem Bielefelder Raum an den professionellen Handball heranzuführen“, heißt es in einem offiziellen Statement des Vereins. Tatsächlich ist die Mannschaft so jung wie nie zuvor bei der TSG. Blutjung ist auch der Trainer: Tobias Fröbel (25) übernahm erst eine Woche vor Saisonstart von Bernd Schramme, der nach der vergangenen Saison gekommen war, dann aber noch vor dem Start der neuen Spielzeit aus gesundheitlichen Gründen wieder aufhörte. Fröbel war da eigentlich Rekonvaleszent – am vergangenen Samstag wurde aus dem Trainer und Rekonvaleszenten Tobias Fröbel ein Spielertrainer. 15 Monate nach seinem Kreuzbandriss feierte der Kreisläufer gegen Wilhelmshaven sein Comeback. Auf der Bank coachte so der frisch gebackene B-Lizenzler Matthias Geukes.

Weiterhin ohne Florian Diehl

Im Verein ist viel Know-how. Leistungsträger wie Hendrik Ortmann und Johann David Starck haben ebenso noch einen TSG-Pass wie Teammanager Geukes. Ein schweres Jahr bleibt es trotzdem für Tobias Beining (ehemals Nordhemmern) und seine jungen Teamkollegen, die bislang immerhin ein Remis gegen Leichlingen und einen Sieg gegen Aurich erkämpften, zuletzt aber fünf mal in Folge verloren.

So könnte man meinen, dass da ein Gegner auf die SGSH wartet, der zum richtigen Zeitpunkt kommt. Eine Art Aufbaugegner. Mathias Grasediek würde das aber wohl nicht unterschreiben. „Altenhagen war zuletzt alles andere als komplett – mit Tobias Fröbel gewinnt das Kreisläuferspiel wieder“, sagt der Trainer der SGSH, „dazu kommt, dass das Team eine wirklich gute 6:0-Abwehr spielt, zwei gute Keeper hat und daraus einen guten Gegenstoß entwickelt. All das, was uns aktuell die meisten Probleme bereitet.“

Gleichwohl ist die SGSH der Favorit und auch gewillt, dieser Rolle gerecht zu werden. „Es ist ein Heimspiel – da zählen nur zwei Punkte für uns“, sagt Grasediek, „wir haben in dieser Woche das Düsseldorf-Spiel noch einmal kritisch beleuchtet. Wir müssen einfach mit mehr Selbstvertrauen in die gebauten Wurfsituationen gehen – nur dann können wir den Hebel umlegen.“

Personell bleibt die Lage angespannt. Florian Diehl steigt erst am Montag wieder ins Training ein, ist also kein Thema. Maciej Dmytruszynski hat ohne größeren Körperkontakt locker trainiert. Bei ihm soll es zumindest für ein paar Minuten Abwehrspiel reichen. Daneben gab es einige erkältete Spieler (u.a. Dennis Hermann) und mitunter lichte Reihen beim Training. „Ein stabiles Training sieht anders aus“, sagt Grasediek. Eine Ausrede soll dies nicht sein. „Ich traue uns schon zu, dass wir dieses Spiel erfolgreich gestalten“, sagt der Trainer, „auch wenn wir wissen, dass es auch gegen den Tabellenletzten ganz sicher ein schweres Spiel werden wird.“

Thomas Machatzke

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