Ein Zweitligist auf Stippvisite in der Sporthalle Löh

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64 Spiele hat Ondrej Zdráhala für die Nationalmannschafts Tschechiens bestritten – am Mittwochabend ist der Spielmacher mit dem ASV Hamm beim Drittligisten SG Schalksmühle-Halver zu einem Testspiel zu Gast.

SCHALKSMÜHLE - Für die einen ist es eine relativ kurze Testspielreise unter der Woche, für die anderen ein Höhepunkt in der Vorbereitung auf die neue Handballsaison: Am Mittwochabend um 20 Uhr gastiert der Zweitligist ASV Hamm Westfalen beim Neu-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver am Löh.

Ondrej Zdráhala ist schon mächtig herumgekommen in Deutschland. Der 64-fache tschechische Nationalspieler hat für den DHC Rheinland gespielt und auch für den TV Großwallstadt. Der ASV ist seine dritte Station, am Löh ist Zdràhala allerdings bisher noch nie gewesen.

Der Tscheche ist in Hamm einer der Hoffnungsträger für eine sorgenfreie Zukunft des Zweitligisten. Nach einer Saison, in der mehr als die halbe 2. Bundesliga lange Zeit um den Klassenerhalt bangen musste, erhofft sich ASV-Trainer Kay Rothenpieler in der Saison 2013/14 vor allem Sorglosigkeit. Dabei soll der neue Spielmacher aus Tschechien helfen, aber auch ein anderer Neuer: Martin Muller (25) kommt aus Luxemburg – ein Exot, der als zweitbester Torschütze des Challenge-Cups für den HB Esch (Belgien) auch schon auf europäischer Ebene Spuren hinterlassen hat. Muller ist wie Zdráhala ein Spielmacher, in Hamm aber im linken Rückraum eingeplant. Da spielen eigentlich zwei Akteure, die aus der südwestfälischen Region kommen. Zum einen Sebastian Schneider – der Ex-Hagener ist über Bundesliga-Umwege (u.a. für die Füchse Berlin) in Hamm gelandet. Zum anderen Marian Orlowski. Der Meinerzhagener wechselte aus der Gummersbacher Bundesliga-Jugend zum Rothenpieler-Team, ist derzeit allerdings aufgrund eines Kreuzbandrisses zum Zuschauen verurteilt. Ein alter Bekannter für die SGSH ist zudem Kreisläufer Jan Brosch – der 2,03 Meter große Ex-Bergkamener will in Hamm den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen.

43:17-Kantersieg gegen VfL Gladbeck

Kurzum: Das Hammer Ensemble ist eines, das in der neuen Spielzeit gewillt ist, besser abzuschneiden als zuletzt. Am Ende der Saison 2012/13 stand nur Rang 15 zu Buche. „Das wird besser“, hat Ondrej Zdráhala nach seinen ersten Eindrücken in Hamm versprochen. Die Platzierung war dem Tschechen mit Blick aufs vorhandene Potenzial ein wenig rätselhaft.

Gut waren weitgehend die Testspiel-Eindrücke, die der neue ASV bisher hinterlassen hat. Am vergangenen Mittwoch bekam der VfL Gladbeck die ganze Wucht der neuen Hammer Handball-Lust zu spüren und ging am Maximilianpark 17:43 unter. Ein eindrucksvolles Ergebnis vor einer für ein Testspiel eindrucksvollen Kulisse von 700 Zuschauern. Am Wochenende gewann der ASV den Pirates-Cup in Leichlingen. Und nun brennt der ASV – nicht so sehr auf die SGSH, sondern mehr auf den Pflichtspielstart. Der wartet am nächsten Dienstag mit der 1. DHB-Pokalrunde, in der der ASV beim Liga-Rivalen HC Empor Rostock antreten muss.

Thomas Machatzke

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