Handball, 3. Liga West

SGSH Dragons ohne ihren Kapitän

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Beim Gastspiel in Spenge war Ante Vukas (rechts, hier gegen Philipp Holtmann) der große Rückhalt seines Teams. Auch gegen die Gäste aus dem Lipperland will der kroatische Keeper am Samstagabend wieder sein Können unter Beweis stellen. 

Schalksmühle - Endlich wieder ein Heimspiel: Fast einen Monat liegt der 28:21-Heimsieg der SGSH Dragons in der 3. Liga West gegen den VfL Gummersbach II zurück. Auch am Samstag gastiert eine Bundesliga-Reserve im Sauerland, und wieder in der Sporthalle Löh. Um 19.30 Uhr geht es fürs Neff-Team gegen das Team HandbALL Lippe II.

Wer kommt da bitte? ALL steht in diesem ungewöhnlichen Wortkonstrukt für Augustdorf Lemgo Lippe. Keine Frage, Wortakrobaten waren am Werk, als es um den Namen für diese neue Spielgemeinschaft ging. Das Drittliga-Spielrecht kommt von der HSG Handball Lemgo II, der Reserve des Bundesligisten TBV Lemgo. Dazu gekommen ist der Oberligist HSG Augustdorf-Höveldorf, Ex-Zweitligist mit malader Gegenwart im westfälischen Oberhaus in der Vorsaison. 

Immerhin: Für die Drittliga-Spiele, die nun in der Witex-Halle stattfinden, interessieren sich deutlich mehr Zuschauer als in den vergangenen Jahren. Sportlich allerdings ist es noch nicht entscheidend bergauf gegangen. Wohl auch, weil das neue Team sich erst finden muss. Trainer ist weiterhin Matthias Struck. Er hat wichtige Leistungsträger aus dem Vorjahr verloren, allen voran Lukas Zerbe (Ferndorf), Keeper Mark van der Beucken (in die Niederlande) und Jari Lemke, der sich erst über die Berufung in den Bundesliga-Kader freute und sich danach das Kreuzband riss. Robin Hübschner hilft auch nicht mehr aus. 

Den Substanzverlust schien das neue Team gut kompensieren zu können. Der Start gelang (4:2-Punkte). Doch danach folgten fünf Niederlagen in Serie, so dass der so gut ausgebildete Nachwuchs sich nach gut einem Viertel der Saison schon wieder im Abstiegskampf befindet. Auswärts hat das Team Lippe noch keinen einzigen Punkt geholt bisher. Stefan Neff bleibt trotzdem vorsichtig. „Natürlich ist es unser Anspruch, ein Heimspiel gegen diesen Gegner zu gewinnen“, sagt der Hagener, „aber wir erinnern uns gut an die letzten Heimspiele gegen Lemgo, in denen wir uns zum Teil sehr schwer getan haben. Und ich habe unsere letzten beiden Spiele im Kopf. Da haben wir phasenweise wirklich nicht das Gelbe vom Ei geboten.“ 

Natko Merhar zurück im Aufgebot

Dazu hat Neff zwar keine Angst vor dem Gast, wohl aber Respekt vor den Möglichkeiten, die der Struck-Kader noch immer bietet. Neben dem Allroundschützen Philipp Harnacke gibt es nun im Rückraum mit Felix Bahrenberg aus der Augustdorfer Mitgift einen weiteren so gestandenen wie torhungrigen Akteur, der jede Abwehr vor Probleme stellen kann. Im Tor wartet auch ein interessanter Youngster: Hier hält inzwischen Finn Zecher fürs Struck-Team. Der U18-Nationalkeeper spielt parallel auch in der Jugend-Bundesliga. Er kam vom TV Großwallstadt und ist eine Investition in die Lemgoer Zukunft. 

In der Gegenwart klingt all das in Summe noch nicht furchteinflößend. Immerhin: Lemgo feierte seine Siege gegen Gummersbach II und Northeim, verlor in Minden nur mit einem Tor. Es gibt also auch eine Sonnenseite des Struck-Teams, die ganz anders aussehen kann als jene Schattenseite, die es zuletzt beim 23:37 gegen Leichlingen präsentiert hat. Bei den Dragons kehrt am Samstagabend der frisch vermählte Natko Merhar in den Kader zurück. 

Die Hoffnungen, dass auch Kapitän Alexandre Brüning dabei sein kann, haben sich derweil zerschlagen. Brüning hat sich in Spenge eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. „Er hat in diesem Jahr wirklich Pech mit seinen Verletzungen“, sagt Stefan Neff, „er ist selbst am meisten genervt davon, ist ja fast ein Dauerausfall. Uns fehlt er natürlich als Denker und Lenker.“ Als Alternative für Lukas Hüller soll, wenn Hüller Pausen benötigt, David Bleckmann in die Rolle des Spielmachers hereinwachsen.

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