Handball, 3. Liga West

Mit Herz und der Halle im Rücken

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Fabian Hecker steuerte fünf Tore zum Dragons-Sieg im Topspiel gegen Leichlingen bei.

Halver - Handball-Drittligist SGSH Dragons geht ungeschlagen ins Gipfeltreffen am 1. Dezember in Krefeld: Das Topspiel des 13. Spieltags der 3. Liga West gewann das Neff-Team am Samstagabend vor 470 Zuschauern an der Halveraner Mühlenstraße gegen den Leichlinger TV 31:28 (14:14).

Die Art und Weise, wie die Fans nach dem Schlusspfiff das Team feierten und sich das Team für die so wichtige Unterstützung von den Rängen bedankte, verriet etwas darüber, wie groß die Aufgabe an diesem Abend gewesen war. Die Dragons lösten sie mit einer Topleistung und der Halle im Rücken. Ohne eine dieser beiden Komponenten hätte es gegen einen starken Gast aus der Blütenstadt wohl nicht gereicht.

Den Start hatten die Gastgeber noch in den Sand gesetzt. 2:6 nach zehn Minuten, Zeit für die erste Auszeit und die erste Korrektur: Lukas Hüller übernahm für Kapitän Alexandre Brüning auf der Rückraum-Mitte die Regie. Es war ein Wechsel, der den Charakter des Spiels änderte. Die Dragons legten beim Tempo zu, Hüller überforderte die beiden Abwehrriesen Henning Padeken und Tim Menzlaff im Innenblock mit seiner Schnelligkeit. Beim 8:8 (18.) war der Ausgleich geschafft.

SGSH Dragons gewinnen Topspiel gegen den Leichlinger TV 31:28

Für Padeken war danach das Spiel zu Ende. Rustikal und unglücklich stieg er gegen Hüller ein. Es sah spektakulär aus. Die Referees griffen zur Roten Karte (19.). Die Dragons nutzten dies über den offensiv überragenden Natko Merhar zum 12:10 und 14:11 (28.). Doch wie gewonnen, so zerronnen. Eine Zeitstrafe gegen Merhar später hatte der Gast zum 14:14-Pausenstand ausgeglichen.

Rote Karte: Für Henning Padeken war das Spiel nach 19 Minuten vorbei.

„Wir hatten in der Halbzeit trotzdem ein gutes Gefühl, weil das Tempo hoch war und wir gehofft haben, dass Leichlingen dies nicht bis zum Ende mitgehen kann“, stellte Stefan Neff später fest. Dem allerdings war vorerst nicht so. 19:19 nach 38 Minuten, 21:21 nach 46 Minuten. Das Spiel blieb leidenschaftlich, es blieb schnell, intensiv, aber eben auch eng.

Tempowaffer der Dragons: Natko Merhar.

Die Dragons hatten zwar mit dem phasenweise famosen Ex-Leichlinger Ante Vukas den deutlich besseren Torwart an diesem Abend, was vielleicht auch daran lag, dass bei den Gästen Stammkeeper Mathis Stecken krank das Bett hütete, doch die Dragons kamen trotzdem nicht davon. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten Bleckmann und Merhar zu viele Probleme mit der Linkshänder-Kombination Kreckler/Aust gehabt. Als Neff umstellte, zogen die Probleme um. Nun kam die SGSH nicht mehr mit dem Kreisläuferspiel über Rachow zurecht.

Jubel auf der Dragons-Bank.

Aus einem 25:23 (49.) wurde so gar ein 25:26 (52.) und 26:27 (54.). Es war der kritische Punkt im Spiel, denn nach einem Dragons-Ballverlust liefen die Pirates einen Gegenstoß über Kreckler, doch Kreckler nutzte ihn nicht. Statt eines 26:28-Rückstandes glich Hecker aus, legten Schetters und der nun starke Klasmann zum 29:27 nach. 

Die Halle stand nun wie ein Mann hinter dem Team. Schneiders 29:28 konterte Klasmann per Siebenmeter zum 30:28, da waren noch drei Minuten zu spielen. Doch der Gast kam diesmal nicht mehr zurück. David Bleckmann setzte in der Schlussminute den Schlusspunkt zum 31:28. Der Rest war Feiern, und natürlich Vorfreude. Vorfreude aufs Gipfeltreffen beim Spitzenreiter in Krefeld.

Beste SGSH-Werfer: Klasmann (7/3, Merhar (6), Hecker (5), Bleckmann (4)

Beste LTV-Werfer: Kreckler (5/2), Aust-Herde (4), Novickis (4)

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