Handball, 3. Liga West

Derbysieger bleibt 23 Minuten ohne Tor

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Die Dragons-Defensive im vereinten Kampf gegen Jan König.

Halver - Am Ende stand der Sieg des Favoriten, doch der Weg bis zu diesem Sieg war steiniger als erwartet: 20:16 (10:8) gewann Handball-Drittligist SGSH Dragons vor 850 Zuschauern an der Mühlenstraße das Lokalderby gegen den TuS Volmetal.

Das eigentlich Kuriose an einem wieder einmal ungemein leidenschaftlichen Derby-Abend war, dass die SGSH Dragons das Kunststück fertig brachten, 23 Minuten ohne Torerfolg zu bleiben und trotzdem die Partie am Ende für sich zu entscheiden.

Handball 3. Liga West: Derby zwischen den SGSH Dragons und TuS Volmetal

Bis zum 10:5 (18.) hatte Christopher Klasmann den hohen Favoriten, der 18 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht hatte, eigentlich auf Kurs gebracht, doch dann wurde es hakelig. Die TuS-Abwehr ackerte, Keeper Sydney Quick hielt ausgezeichnet. Und vorne fehlten zwar Faeseke, Polakovs und auch Dominik Domaschk im Volmetaler Rückraum, doch dafür hielt Jan König quasi im Alleingang dagegen, erzielte am Ende elf der 16 Gästetore. Bei den Dragons ging die Disziplin verloren, Luciano schlug gleich zweimal über die Stränge, hatte kurz vor der Pause Glück, dass es die Referees nach einem Schlag ins Gesicht von Dommermuth bei einer Zeitstrafe beließen.

Christopher Klasmann (links) war mit sieben Treffern bester Dragons-Werfer.

Beim 10:8 zur Pause war der TuS im Spiel, beim 10:10 glich er aus (39.), erst nach 41 Minuten beendete Klasmann mit einem abgefälschten Wurf die SGSH-Torflaute (11:10). Beim 11:12 führte trotzdem der TuS und hätte durch Herzog fast das 11:13 nachgelegt, doch sein Tor beim Gegenstoß gaben die Referees nicht (abgestanden).

Philipp Dommermuth auf dem Weg zu seinem einzigen Tor, einem Empty-Net-Goal.

Und so kehrten die Dragons mit der gelösten Offensiv-Blockade und noch vier Treffern vom spät gekommenen Inigo Jorajuria doch noch in die Erfolgsspur zurück. Auch deshalb, weil Volmetal offensiv nach einer Manndeckung gegen König endgültig die Mittel fehlten. 20:16 am Ende - das ging in Ordnung, und der Volmetaler Anhang feierte den Außenseiter trotzdem zurecht: Würde es beim Handball wie beim Golf eine Nettowertung geben, so hätte der TuS an diesem Abend zumindest in dieser Wertung gewiss vorne gelegen…

Beste SGSH-Werfer: Klasmann (7/2), Jorajuria (4) - beste TuS-Werfer: König (11/6), Heidemann (4)

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