Handball, 3. Liga Nord-West

Eine neue Dragons-Hymne und ein ungefährdeter Heimsieg

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Hatte den Laden gegen Minden II hinten weitgehend im Griff: Kai Bekston (hier gegen Jonas Molz, rechts).

Halver - Trainer Mark Dragunski war zufrieden, die 350 Zuschauer auch: Mit einem 27:19 (12:10)-Sieg gegen den Tabellenvorletzten TSV GWD Minden II verabschiedeten sich die SGSH Dragons am Samstagabend beim Heimausklang des Jahres an der Halveraner Mühlenstraße von den eigenen Fans.

Das Spiel wird in Erinnerung bleiben, weil es das Spiel war, nach dem die Halveraner Band Cane den neuen SGSH-Song live präsentierte. Vor den 60 Minuten waren die Sauerländer zur neuen, rockigen SGSH-Hymne eingelaufen. Daneben war das Spiel nicht dazu angetan, einen besonderen Platz irgendwo einzunehmen. Es dürfte verstaut werden in der Schublade, auf der das Etikett „Pflichtsieg“ steht.

Die Mindener kamen ohne Verstärkungen (die A-Jugend spielte parallel gegen die Füchse Berlin) und auch ohne den absoluten Glauben an den großen Coup. Das Schäpsmeier-Team deutete zwar phasenweise durchaus eindrucksvoll sein Potenzial an, in anderen Phasen indes fehlte alles. Die 3:2:1-Deckung war weniger eine Abwehr als mehr eine Einladung zum Slalom für Lukas Hüller. Sie machte dem Gastgeber keine Probleme. Bis zum 9:5 hatte die SGSH alles im Griff, auch dank eines starken Julian Borchert im Tor.

Dann stellte GWD um, deckte im 6:0-System. Und die Gastgeber? Waren eine Spur zu sorglos und inkonsequent. Dafür fand der baumlange Jonas Molz immer besser in die Partie. Zur Pause war beim 12:10 noch nichts entschieden, auch wenn man nicht recht das Gefühl hatte, dass eine andere Mannschaft als die Gastgeber das Feld als Sieger verlassen würde.

Natko Merhar im Turbo-Gang

Mit einem Natko Merhar im Turbo-Gang legte die SGSH zu Beginn der zweiten Hälfte schnell wieder ein 16:10 vor, um danach wieder kollektiv in den Laissez-faire-Modus zu schalten. Christopher Klasmann war zu Beginn des zweiten Durchgangs umgeknickt und schaute nurmehr zu. Daran aber lagen die Schwankungen nicht, eher an der fehlenden SGSH-Konstanz. Aus dem 16:10 wurde ein 16:14 (41.) und wieder ein 20:15 (46.). Auch deshalb, weil sich die Gäste immer dann, wenn sie eigentlich Lunte hätten riechen müssen, selbst im Wege standen.

Und so wurde es nicht mehr knapp, ganz im Gegenteil: Die SGSH brachte mit einem frühen Kempa-Tor durch Lukas Hüller noch den Anhang richtig in Stimmung für die finalen Standing-ovations. Am Ende 27:19, noch ein Tänzchen in der Halle und dann die SGSH-Weihnachtsparty mit Cane im Foyer. Wie es in der Hymne heißt: mit Power, mit Herz und mit Leidenschaft…

Beste SGSH-Werfer: Hüller (5), Merhar (4); beste GWD-Werfer: Molz (5), Nowatzki (4)

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