Handball, 3. Liga Nord-West

Hans-Peter Müller lässt gegen Neuling Aurich die Gladiatoren los

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Ein Selbstläufer für die Gladiatoren? Natko Merhar baut Spannung auf...

Schalksmühle – Die 3. Liga Nord-West schaut am Samstagabend zum Schalksmühler Löh: Nicht nur, dass das Spiel der SGSH Dragons (6:0 Punkte) und des OHV Aurich (5:1) am 4. Spieltag ein echtes Topspiel (Anwurf 19.30 Uhr) ist.

Vielmehr ist die Liga gespannt, wie sich der Tabellenführer im ersten Spiel ohne Trainer Stefan Neff präsentieren wird. Hans-Peter Müller, der das Team nun im Trainerteam mit Matthias Reckzeh betreut, ist – so überrascht und paralysiert er im ersten Moment war – zwei Tage nach der überraschenden Beurlaubung des Cheftrainers um Normalität bemüht. 

„Am Mittwoch habe ich noch keinen klaren Gedanken fassen können“, sagt Müller, „aber jetzt wollen wir bis zum Spiel alles machen wie immer.“ Alles wie immer, das bedeutet: Am Donnerstagabend gab es zunächst die Video-Sitzung der Woche mit Müllers Ausführungen zum Neuling aus Ostfriesland. Danach ging es an die taktische Einstellung der Dragons-Offensive auf einen abwehrstarken, weil überaus kernigen Gegner. Am Freitagabend ging es an den eigenen Defensiv-Feinschliff. 

Wie aber reagiert eine Mannschaft, die sich gerade von ihrem Trainer getrennt hat? Müller ist genauso gespannt wie die Liga. „Eigentlich müsste man ja nur den Käfig aufmachen müssen“, sagt der Pädagoge, „und dann müssten da 14 Gladiatoren herauskommen und zeigen wollen, was in ihnen steckt.“ Das müsse sogar gehen, wenn er sich auf die Tribüne setzen würde, sagt Müller. So weit die Theorie. Die Praxis hält aber manchmal unerwartete Wendungen bereit, wie der Dienstag gezeigt hat. Die Trennung eines Tabellenführers von seinem Cheftrainer ist in der Theorie auch nicht die favorisierte Variante. 

Sei’s drum: Bei allem Respekt vor dem Gegner („Aurich würde ich mit Nordhemmern auf Augenhöhe sehen mit einem sehr guten Rückraumspiel“) sieht Müller sein Team schon in der Rolle desjenigen, der im Kräftemessen beide Punkte am Löh behalten sollte. „Wir stellen inzwischen in der Liga etwas dar, sind etabliert, und wir haben einen schlagkräftigen Kader“, sagt Müller. Im Sauerland sollen die Ostfriesen kein Land sehen, wenn Müller seine Gladiatoren loslässt…

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