SGSH: Mayer-Ausfall überschattet Sieg

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Fünf Tore in seinem zweiten Spiel für die SGSH: Moritz Eigenbrodt.

Schalksmühle - Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver gewann sein zweites Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den Vizemeister der Oberliga Westfalen, TuS Spenge, vor 100 Zuschauern am Löh 26:24 (11:11).

Die SGSH musste im Vergleich mit den Ostwestfalen gleich auf sechs Akteure verzichten. Zu Diehl (Kahnbeinbruch), Ruskov (Achillessehnenriss), Dmytruszynski (Urlaub) und Eskericic (Schulterzerrung) gesellten sich auf der Ausfall-Liste die Neuzugänge Weßeling (verhindert) und Munkel (allergische Reaktion). Damit nicht genug, knickte in der 24. Minute Julian Mayer bei einer Angriffsaktion um, musste mit Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk ins Krankenhaus gebracht werden.

Angesichts dieser personellen Vorgaben hatte sich für das Kräftemessen mit dem Team von Dirk Elschner eine neue Versuchsanordnung ergeben: Im Rückraum war vom etablierten Personal nurmehr Christian Feldmann dabei, dazu kamen auf den beiden Halbpositionen die jungen Moritz Eigenbrodt und Max Büchel aus der A-Jugend der DJK Oespel-Kley. Die Not hatte aus dem Test gegen den Oberligisten ein hoch interessantes Experiment gemacht.

Sportlich war es ein stetiges Auf und Ab für die SGSH, die zwar schnell ein 6:2 vorlegte (10.), sich dann aber immer schwerer tat, als die Spenger im Rücklaufverhalten zulegten und den Gastgeber in den aufgebauten Angriff zwangen. Gegen die robuste 6:0-Abwehr des TuS tat sich die SGSH ohne ihre Hauptschützen aus der Distanz schwer, ließ die Gäste mit einem starken Becker im Tor nach einer 11:8-Führung (26.) bis zur Pause zum 11:11 ausgleichen.

SGSH zieht nach der Pause auf 17:11 davon

Die Frage war, wie die SGSH mit der Situation nach dem Mayer-Ausfall nach der Pause umgehen würde. Die Antwort: überraschend gut. Mit viel Passtempo brachte der neue Max-und-Moritz-Rückraum die Gästeabwehr in Bewegung und die Youngster immer wieder gut in Wurfposition. So zog die SGSH gestützt auf den guten Formella auf 17:11 davon (39.), doch wieder ließ sich der kampfstarke Gast nicht abschütteln. In einem Spiel, das nickliger wurde und unter beidseitigen Zickereien litt, war der TuS beim 20:18 (48., Kopscheck) wieder dran.

Das Grasediek-Team schlug durch Feldmann doppelt zurück (22:18) und zog weiter bis auf 25:20 davon (56.). Die Schlussminuten nutzten die Spenger, die im Spielverlauf drei Siebenmeter ausließen, zur Ergebniskosmetik. So hieß es am Ende 26:24 für die SGSH – und das war in dieser Höhe ein gerechtes Resultat.

SGSH: Plessers, Formella (ab 31.) – Eigenbrodt (5), Feldmann (5), Müller (4), Büchel (4), Merhar (3), Luciano (2), Wardzinski (1), Jansen (1), Mayer (1), Fleischhauer

TuS: Becker, Räber (ab 31.) – Reinsch (5), Harbert (4), Hahnefort (4), Bracksiek (3), Zütphen (2), Filies (2), Kopschek (2), Ortjohann (2), Mathews, Clausing, Röttger

Schiedsrichter: Krause und Blumberg (Schalksmühle/Halver)

Zeitstrafen:  SGSH 2, TuS 1

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