Handballkreis Lenne-Sieg

Einstimmige Entscheidung: Spielbetrieb im Handballkreis ruht bis zum 30. November

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Spielbetrieb bei der Jugend und den Senioren ausgesetzt: Im Handballkreis Lenne-Sieg geht bis zum 30. November nichts mehr – auch nicht für den A-Kreisligisten HSV Plettenberg/Werdohl II.

Kreisgebiet – Die Entscheidung fiel am Sonntag um 11 Uhr im Rahmen einer Videokonferenz des kompletten Vorstandsteams: Der Handballkreis Lenne-Sieg setzt den Spielbetrieb bis zum 30. November aus, folgt damit dem Beispiel der Kreise Iserlohn/Arnsberg, Hellweg, Lippe, Dortmund und Industrie.

In Westfalen wird damit nur noch in fünf der elf Handballkreise (Minden-Lübbecke, Bielefeld-Herford, Gütersloh, Münsterland und Hagen/Ennepe-Ruhr) die Saison wie geplant fortgesetzt. „Die Mehrheit der Vereine hat sich dafür ausgesprochen – es war eine einstimmige Entscheidung im Vorstand“, sagt Männerspielwart Roland Janson, „diskutiert haben wir am Sonntag eigentlich vor allem darüber, wie lange wir den Spielbetrieb aussetzen.“ 

Im Kreis Hellweg ist der Spielbetrieb bis zum 8. Januar ausgesetzt, im Kreis Iserlohn-Arnsberg bis zum 31. Dezember. Der Vorstand im Kreis Lenne-Sieg schloss sich dagegen dem Vorbild der Kreise Lippe, Dortmund und Industrie an. „Aus psychologischen Gründen“, sagt Janson, „so bleibt uns die Hoffnung, dass unsere Kinder zu Nikolaus vielleicht wieder Handball spielen können.“ 

Positiv stellt der Burgstädter heraus, dass die Vereine sich so gut an der Meinungsfindung beteiligt hätten. „Wir wollten sie mit ins Boot nehmen und haben nun auch ein gutes Gefühl bei dieser Entscheidung“, sagt Janson, der die von Montag bis Freitag eingegangenen Rückmeldungen in einem Papier als Arbeitsgrundlage für die Videokonferenz zusammengefasst hatte. 16 Seiten waren da zusammengekommen. 

Im Wortlaut der Erklärung des Vorstandes vom Montag heißt es zur Begründung überdies: „Es ist eine schwierige Situation für den Handball. Wir alle lieben unseren Sport und wollen einen möglichst reibungslosen Spielbetrieb aufrechterhalten, sehen uns andererseits aber auch in der Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern. Die Gesundheit der Spieler, Verantwortlichen und Offiziellen steht an erster Stelle. Außerdem muss die Gefahr beruflicher Nachteile durch etwaige Quarantänemaßnahmen berücksichtigt werden. Mit Blick auf alle angeführten Argumente, die aktuellen Inzidenzwerte und die Handlungsempfehlungen hat der Vorstand entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis zum 30. November auszusetzen.“ 

Die Situation verändere sich schnell und dynamisch, der Vorstand werde die Lage daher weiter intensiv beobachten, heißt es weiter: „Auch wenn eine Verbesserung der Fallzahlen für das Jahr 2020 – und entsprechend auch die geordnete Fortführung des Spielbetriebs – derzeit unwahrscheinlich erscheint, wird der Vorstand kurzfristig wieder zusammenkommen, um die Situation neu zu bewerten. Sollten sich die Umstände in den kommenden Wochen signifikant verbessern, streben wir eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch in diesem Jahr an.“ 

Für die Handballregion bedeutet dies, dass nun der Spielbetrieb auf Kreisebene und zudem im kreisübergreifenden Spielbetrieb der Bezirksligen beiden Frauen und Männern ausgesetzt ist. Auf Verbands- und Bundesebene (3. Liga) läuft der Spielbetrieb dagegen bis auf Weiteres erst einmal weiter.

Bezirksoberligen der Jugend als Sonderfall

Ein Sonderfall in der Betrachtung des Spielbetriebs sind in diesem Jahr die neu geschaffenen Bezirksoberligen der Jugend. Hier kooperieren in gemeinsamen Spielklassen die Kreise 5 bis 11 des HV Westfalen (Münsterland, Hellweg, Dortmund, Industrie, Iserlohn/Arnsberg, Hagen/Ennepe-Ruhr und Lenne-Sieg). Es ist ein kreisübergreifender Spielbetrieb – genauso wie in den Bezirksligen der Frauen und Männer. Nur sind bei der Jugend die Kreise Münsterland und Hellweg zusätzlich mit im Boot. 

Die Aussetzung des kreisübergreifenden Spielbetriebs bei Männern und Frauen, die am Sonntag beschlossen wurde, ist deshalb nicht direkt übertragbar auf den Nachwuchs. Ob die Bezirksoberligen die Saison am Wochenende aufnehmen oder nicht, soll am Dienstag im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Vertretern aller beteiligten Kreise entschieden werden. Die Jugendspielklassen des Verbandes jedenfalls sollen am Wochenende auf jeden Fall in die Saison starten.

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