Handball, 3. Liga West

Dragons stolpern in Chorweiler

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Fünf Treffer in Köln: Fabian Hecker.

Köln – In einem engen und teils sehr ruppigem Spiel unterlag Handball-Drittligist SGSH Dragons der Heimmannschaft aus Köln mit 29:31 (13:13). Dabei fand der Tabellenzweite aus dem Sauerland zu keiner Zeit ein geordnetes Defensivspiel und verpasste die Chance, den Rückstand auf Krefeld zu verkürzen. Der Spitzenreiter unterlag in Altjührden ebenfalls 22:24.

Die Vorzeichen aus Sicht der Dragons für das Spiel in der Domstadt schienen gut zu sein. In den vergangenen drei Jahren konnte die SHSH immer etwas Zählbares aus Köln einheimsen (zwei Siege, ein Unentschieden). Zudem gingen die Longericher arg gebeutelt in die Partie. Neben ihrem Spielmacher und zugleich bestem Torschützen Simon Schlösser (77 Tore) fehlte auch Kreisläufer Michael Wittig. Zwei zentrale Figuren der Rheinländer, die im Normalfall kaum zu ersetzen sind. 

Auf Seiten der Dragons gab es ebenfalls einen kurzfristigen Ausfall zu beklagen. Spielmacher Alexandre Brüning fiel aufgrund eines Magen-Darm-Infekts aus, sodass Lukas Hüller nahezu die ganze Spielzeit auf der Platte zu sehen war. 

Zu Beginn des Spiels erwischten die Handballer des LSC den besseren Start und wirkten losgelöst von jeglichen Personalproblemen. Nach zehn Minuten stand es aus Sicht der Heimmannschaft 5:2. Lukas Schulz nahm dabei besonders das Heft des Handelns in die Hand und machte den schwerwiegenden Ausfall Schlössers vergessen. Insgesamt zehn Treffer markierte der Rechtshänder. 

Ruppiges Spiel, manche Diskussion: Dominic Luciano.

Das starke Rückraumspiel der physisch starken Longericher wussten die Dragons kaum zu unterbinden. Die Abwehr fand kein wirkliches Mittel gegen die LSC-Angriffe. Zudem waren die Torhüter Vukas und zu einem späteren Zeitpunkt auch Plessers keine positiven Faktoren. 

Da jedoch das Angriffsspiel der Dragons gut funktionierte und die Rückraumabteilung in Person von Schetters, Hüller und Hecker eine große Spielfreude entwickelte, war das Spiel zu jeder Zeit offen. Keine Mannschaft wusste sich abzusetzen, die Führung wechselte mehrfach. Nach einem 13:13 zur Pause kamen die Dragons besser aus der Kabine und führten mit 16:13 (36.). Kurzzeitig schien es, als würden die Tabellenzweiten durch mehr Ruhe im Spiel dem Gegner den Wind aus den Segel nehmen können.

Doch gerade in dieser Phase war es neben dem überragenden Schulz auch Dustin Thöne, der am Kreis einige gute Zuspiele bekam und die Fehler der löchrigen Dragons-Defensive ausnutzte. Die höhere Variabilität im Angriffsspiel kam den Longerichern in dieser Phase zu Gute, sodass die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen blieb. 

Der LSC freute sich ausgelassen über den Sieg gegen die Dragons.

Eine Schrecksekunde gab es in der 50. Minute, als Dragons-Spielmacher Lukas Hüller nach einem harten Einsteigen von Marian Dahlke zu Boden ging. Dahlke sah zurecht die Rote Karte. Bereits in der ersten Hälfte übertrieben es die Kölner einmal mit ihrem Einsatz, als Florian Diehl an der SC-Deckung zerschellte. Der linke Rückraumspieler bekam ein Cut unter dem Auge und fiel fortan aus. 

Insgesamt hatte das weibliche Schiedsrichtergespann Katharina Heinz und Sonja Lenhardt das Geschehen aber gut im Griff. Doch insgesamt war die Partie fair geführt, den größeren Einsatz und ein wenig mehr Entschlossenheit zeigten die Longericher, sodass der Tabellenzehnte am Ende des Spiels verdient als Sieger von den heimischen Fans gefeiert wurde. Julian Witzel

LSC: Schmidt, Beutner – Peters, Thoene (4), Hartmann (4), Janssen, Michel, Mestrum (2), Dasburg (4), Wolf (3), Boeing (1), Katz (3), Schulz (10/6), Dahlke
SGSH Dragons: Vukas, Plessers (ab 41.) – Jorajura (1), Diehl, Sackmann (1), Klasmann (6/3), Ruskov, Luciano (2), Merhar (2), Schetters (7), Hüller (5), Hecker (5), Prior

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