Gewaltige Fehlerkette beim gut eingestellten Neuling

Phil Lausen (rechts) avancierte noch zum besten HSG-Torschützen. Foto: Hellwig

Hagen-Dahl - Aus der Traum vom zumindest noch ausgeglichenen Punktekonto: Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid kassierte am Samstagnachmittag beim Liganeuling TuS Volmetal II eine völlig verdiente 27:32 (12:16)-Niederlage.

Von Jörg Hellwig

Damit bescherten die Bergstädter ihrem für die verhinderten Interimstrainer Nebert/Schlippe einspringenden künftigen Coach Volker Schnippering eine misslungene Bankpremiere. Allen Lippenbekenntnissen zum Trotz passte im Spiel um die „goldene Ananas“ bei den Gästen in Dahl nicht mehr viel zusammen. „Wir hatten heute zu viele Baustellen im Spiel“, bekannte der neue Trainer realistisch. Seine Mannschaft hatte nie an die starken Abwehrvorstellungen der vergangenen Wochen anknüpfen können, ließ vor allem Volmetals rechte Seite mit Sklarski (neun Tore) und Schwarze (acht) sich nach allen Regeln der Kunst austoben.

Volmetals Sklarski und Schwarze toben sich aus

Und war für den TuS rechts dann einmal dicht, dann hatte der Halblinke Schnepper genügend Raum, um mit viel Anlauf eines seiner sechs Tore zu markieren. Garant für die erfolgreiche Revanche für die 20:29-Niederlage im Hinspiel aber war die starke Defensive der Hausherren vor einem hervorragenden Keeper Schäfer, der seine Gegenüber Bahr und Kapp deutlich ausstach.

Die offensive 3:2:1-Formation oder später 5:1-Deckung des TuS passte der HSG überhaupt nicht. Sie konnte ihr gewohntes Angriffsspiel nicht entwickeln. Vor allem in Halbzeit eins hatten die Bürger, Schwarze und Co. vor allem HSG-„Kanonier“ Phil Lausen bestens im Griff.

Walter trifft vor Pause gut, Lausen danach

Von den Rückraumtrümpfen der Gäste stach vor der Pause allein Benno Walter (fünf seiner sechs Tore). Nach Wiederbeginn avancierte zwar Phil Lausen mit sechs seiner insgesamt sieben Toren noch zum erfolgreichsten HSG-Schützen, unterm Strich reichte es für den Gast aber nicht, um den vor der abendlichen Drittliga-Aufstiegsfeier der „Ersten“ voll motivierten Hausherren zu irgendeiner Spielphase in echte Schwierigkeiten zu bringen.

Über die enorme Steigerung gegenüber dem Hinspiel und das konstante Niveau der vergangenen Wochen freute sich auch TuS-Coach Jörg „Kante“ Bouwain: „Wir sind noch rechtzeitig in der Liga angekommen“, bilanzierte er nach dem längst feststehenden Ligaverbleib.

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