Der Vizemeister des Vorjahres gibt seine Visitenkarte ab

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Gelungenes Experiment: In Hagen agierte die SGSH zuletzt im Angriff mit zwei Kreisläufern – hier Dominic Luciano (Mitte) und Daniel Buff (rechts). Ob dies auch ein Rezept gegen den Leichlinger TV sein wird?

SCHALKSMÜHLE - Der sportliche Start ins neue Jahr ist der SG Schalksmühle-Halver mit dem 23:23-Remis beim VfL Eintracht Hagen geglückt. Am Samstagabend nun wartet das erste Heimspiel 2014 auf das Grasediek-Team: Zu Gast ist um 19.30 Uhr am Löh der Vorjahres-Vizemeister Leichlinger TV, der aktuell nach sechs Siegen in Serie Rang fünf belegt.

Ans Hinspiel im September denken die Handballer aus Halver und Schalksmühle gerne zurück. Mit dem 33:31-Erfolg in Leichlingen setzte die SGSH ein erstes Ausrufezeichen in der neuen Liga. Es war ein Abend, an dem beim Gast sehr viel passte, bei den „Pirates“ dagegen ganz wenig. Zwei Punkte, die der Neuling ganz und gar nicht auf der Rechnung hatte.

„Die Leichlinger haben in den vergangenen Wochen wieder Spaß am Gewinnen gefunden“, sagt SGSH-Trainer Mathias Grasediek, „die letzten Auftritte waren überzeugend. Für mich gehört dieses Team unter die Top 3 der Liga – wenn die Leichlinger ernst machen, dann wird’s schwierig für uns.“ Allerdings mag er die Punkte auch nicht kampflos abgeben. „Die Frage ist: Was rufen sie ab?“, ergänzt der Diplom-Sportlehrer deshalb, „wenn sie ihre Topleistung nicht abrufen, dann müssen wir da sein.“

Unterschätzen wird das Ensemble aus dem Rheinland die SGSH allerdings nach der Hinspielerfahrung wohl eher nicht. Über die Schlagkraft des Gastes lässt sich zudem nicht streiten. Mit Jens-Peter Reinarz bringt der LTV den Torschützenkönig der Vorsaison mit zum Löh, der auch in diesem Jahr schon wieder die mit Abstand meisten Treffer (147) erzielt hat. Dazu kommen mit Aschenbroich, Born, Menzlaff, Kreckler oder Schumacher Akteure, die Erfahrung aus höheren Spielklassen mitbringen und im Gesamtbild eine unheimliche Präsenz auf das Parkett mitbringen.

Bangen um Maciej Dmytruszynski

Gegen diesen Gegner hat die SGSH zudem Probleme – schon wieder. „Die gute Konstallation, über die ich mich vor dem Hagen-Spiel gefreut habe, ist schon wieder aufgebraucht“, sagt Grasediek. Das bedeutet konkret: Maciej Dmytruszynski hat bis zum Donnerstagabend gar nicht trainiert. Am Freitag sollten erste Versuche folgen. „Aber gut sieht es nicht aus, gegen Leichlingen werden wir bei ihm nichts riskieren, wenn es nicht geht“, kündigt Grasediek mit Blick auf die Oberschenkel-Zerrung des Polen an. Dazu kommt, dass Florian Diehl aufgrund einer Halsentzündung ebenfalls im Training passen musste. Christian Feldmann hat zudem weiter Schulterprobleme.

„Gerade Diehl und Dmytruszynski waren in Hagen zwei tragende Säulen in unserem Spiel“, sagt Grasediek, „ohne sie würde es natürlich ganz schwer. Andererseits können wir in diese Partie völlig drucklos gehen. Das zumindest ist ein Vorteil.“

Thomas Machatzke

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