35:20 – SGSH II überrennt den VfS Warstein

Schalksmühle – Das war ein Samstagabend ganz nach dem Geschmack der SG Schalksmühle-Halver II. Erst der 35:20 (20:7)-Kantersieg über den VfS Warstein, dann die Botschaft von der Hombrucher Heimniederlage gegen die HSG Schwerte/Westhofen und die damit verbundene Rückkehr der Pfaffenbach-Sieben auf Tabellenplatz zwei der Handball-Landesliga – da schmeckte das „Siegerbier“ gleich doppelt so gut.

Gegen die nur zu elft angetretenen Gäste – unter anderem fehlte der torgefährliche VfS-Stratege Lars Schorlemer – verliefen allenfalls die ersten zehn Minuten halbwegs auf Augenhöhe (4:2, 11.). Dann aber übernahmen die Gastgeber auf derart dominante Art und Weise das Kommando, dass die Begrifflichkeit von Spannung an diesem Abend vom Sauerländer Wintersturm auf und davon geweht zu sein schien.

Mit einem überragenden Torhüter Mark Schür im Rücken bereitete die SGSH-Abwehr den Boden für ein ganz starkes Gegenstoßspiel. Sven Potberg und Robin Güntner waren immer und immer wieder Profiteure der präzisen Schür-Zuspiele, und wenn es einmal in den aufgebauten Angriff ging, wollte Christian Pottkämper sein Null-Tore-Spiel vom Vorsonntag vergessen machen. Der Linkshänder sollte es am Ende auf neun Treffer (davon zwei Siebenmeter) bringen.

Beim 20:7 zur Pause war die Partie auch deshalb längst gelaufen, weil sich die Gäste früh entschieden, jegliche Gegenwehr einzustellen. Torhüter Niklas Schmidt in der Anfangsphase und mit Abstrichen Spielertrainer Boban Ristovic sowie Nikolai Wachholz gegen Ende der zweiten Hälfte waren die einzigen VfS-Kräfte, die im einseitigen Geschehen zumindest hin und wieder auffielen.

Gegenstoßtraining unter Wettkampfbedingungen

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Die Gastgeber setzten ihr Gegenstoßtraining in unverminderter Intensität fort, leisteten sich mit zunehmender Spieldauer allerdings auch mehr technische Fehler. Beim 28:10 (Hoffmann per – natürlich – Gegenstoß) war der Abstand am größten, danach betrieb Warstein zumindest ein ganz klein wenig Ergebniskosmetik.

Die Eckdaten aus der Abteilung Statistik: Warsteins Philip Schröder sah kurz vor Ende einer jederzeit fairen Partie nach der dritten Zeitstrafe „Rot“, beste Torschützen des Abends waren Pottkämper (9/2) und Potberg (8) für die SGSH sowie Ristovic (8) und Wachholz (5) auf Seiten des Gastes.

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