1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

SGSH ganz knapp vor der Überraschung

Erstellt:

Von: Jörg Hellwig, Axel Meyrich

Kommentare

null
Überragend am Kreis: Franziska Lukowski setzt sich hier gegen Lena Müller-Lechtenfeld und Marit Vonnahme durch. © Hellwig

Halver/Lüdenscheid - Die Landesligafrauen der SGSH scheiterten knapp gegen RSVE Siegen, der Ligarivale HSG Lüdenscheid wendete beim Unentschieden gegen TVE Netphen II den "Super-Gau" gerade noch ab.

RSVE Siegen – SG Schalksmühle-Halver 23:22 (11:11): Gekämpft bis zur letzten Sekunde – doch am Ende standen die Landesliga-Handballerinnen der SG Schalksmühle-Halver wieder mit leeren Händen da. Hauchdünn mit 22:23 (11:11) unterlag die Pfaffenbach-Sieben am Samstag beim Tabellendritten RSVE Siegen. 

„Null Vorwurf an meine Mädels, wir haben alles reingehauen, was wir hatten“, war Trainerin Martina Pfaffenbach am Ende trotz der ersten Enttäuschung stolz auf ihre Mannschaft. Zu Recht. Die Gäste aus dem Sauerland hatten in Person von Anna Schriever, Alina Dalchow und Martina Bilaver einen 3:0-Blitzstart hingelegt, der den hohen Favoriten aus dem Siegerland schon ganz früh zu einem Team-Timeout nötigte (6.). 

Mit allenfalls mäßigem Erfolg. Knappe 20 Minuten später nämlich führte immer noch die SGSH – mit 11:8 (Knuth per Siebenmeter, 23.). Was folgte, war ein erster kleiner „Knackpunkt“: Der RSV deckte Martina Bilaver und auch die flexibel zwischen Kreis und Rückraum wechselnde Petra Maras sehr offensiv, was der SGSH zunächst gar nicht schmeckte. Bis zum Pausenpfiff hatte Siegen ausgeglichen – 11:11. Damit war die Partie ein Stück weit gekippt. 

Die Gastgeberinnen legten nun immer ein, zwei, ab und an auch drei Treffer vor, die SGSH kämpfte sich mit wechselnden Abwehrformationen und vielen sehenswert herausgespielten Chancen wieder heran. „Wenn wir unsere Möglichkeiten etwas konsequenter genutzt hätten, wäre auch etwas Zählbares drin gewesen“, trauerte Martina Pfaffenbach vielen liegen gelassenen Chancen – unter anderem wurden vier Siebenmeter nicht verwertet – nach. 

In der Schlussphase musste der Gast nach der dritten Zeitstrafe zudem auf Katharina Gärtner verzichten, so dass aller Einsatz am Ende unbelohnt blieb. 

RSVE: Pfotenhauer, Weil – Li. Leyener, Wirths (1), Otten (2), Reusch (3/1), Stöven (7/3), Scheben (8/1), Le. Leyener (2), Pletz, Bäumner, Gross 

SGSH: Steinacker – Knuth (9/4), Schmale, Kramer, Herzog, F. Kaiser, Dalchow (4), Maras, Töper (1), Schriever (4), Gärtner, Bilaver (4/1), Gillmann 

Schiedsrichter: Menn/Naeve (Hilchenbach/Reichshof) 

Zeitstrafen: RSVE 2, SGSH 5 plus Rote Karte gegen Gärtner nach der dritten Zeitstrafe 

Zuschauer: 30

HSG Lüdenscheid – Netphen II 25:25 (11:13): Als Michelle Pleuger sechs Sekunden vor Schluss ihren vierten von fünf Siebenmetern verwandelte, hatte die HSG Lüdenscheid mit dem 25:25 (11:13) gegen Abstiegskandidat TVE Netphen II den „Super-Gau“ gerade noch abgewendet. 

Eine Niederlage nämlich hätte bedeutet, dass die Köster-Sieben in den Kmapf um den Ligaerhalt wieder eingestiegen wäre. Nach einer schwächeren Leistung musste die HSG damit leben, dass es nur zum glücklichen Remis nach dem rüden letzten Foul von Tauras (Rote Karte) an Melanie Schäfer gereicht hatte. Im zunächst engen Spielverlauf (10:10, 22.) verlor die HSG Ende der ersten Halbzeit den Anschluss. 

Während auf Lüdenscheider Seite die Rückraumtrümpfe Schäfer und Lorena Lange diesmal nicht stachen – dafür zeigte Birte Otters ansteigende Form zeigte – und letztlich auch die 6:0-Deckung inklusive Torfrau Denise Seckelmann keinen Zugriff auf die Gästefrauen bekam, glänzte in deren Reihen die eigens fürs Landesligateam abgestellte Oberligaakteurin Marit Vonnahme (fünf Tore, zahlreiche Anspiele). Der Gast wechselte mit einer 13:11-Führung die Seiten. 

Nach Wiederbeginn hatte sich HSG-Coach Christian Köster etwas einfallen lassen, nahm mit starker Defensivleistung Alina Schmidts als „Manndeckerin“ den Dreh- und Angelpunkt Netphens quasi aus dem Spiel. Die Nebenleute arbeiteten hinten nun aggressiver, und auch Seckelmann steigerte sich. Dennoch: Vorn verhinderte weiter ein zu schwacher Abschluss gegen gute Torfrauen die endgültige Wende. 

Hinzu kam Pech bei Latten- und Pfostentreffern in entscheidenden Phasen (Lange/Franziska Schmale beim 15:14 und Lange/Otters beim 23:23). Letztlich aber führten nun die Außen Schmidt und Schmale und vor allem die überragende Kreisläuferin Franziska Lukowski die HSG, die nicht mehr wechselte, trotz der konditionellen Anforderungen noch zum wichtigen Remis. 

HSG: Seckelmann, Langhammer (bei einem Siebenmeter) – Gruhn, Dzelili, Otters (3), Pleuger (4/4), Schäfer (1), Bodeit (n.e.), Lange (2), Schmale (4), Lukowski (7), Worobey, Schmidt (4), Hein (n.e.) 

TVE II: Jung (1.-30. plus ein Siebenmeter), Frank (ab 31. plus ein Siebenmeter) – Ebert, Plaum (2), Stephan, Runge (3), Schaffarczyk, L. Schneider, Müller-Lechtenfeld (9/5), Tauras (1), Schwunk (1), E. Schneider (2), Vonnahme (7) 

Schiedsrichter: Hellwig/Muschkiet (Witten) 

Zeitstrafen: HSG 6, TVE II 4

Auch interessant

Kommentare