HSV wird den Relegationsplatz nicht mehr verlassen

In Siegen-Eiserfeld gab es für Michel Lengelsen (Mitte) und die HSV Plettenberg/Werdohl eine klare 23:34-Niederlage. Foto: Jentzsch

Siegen - Während die HSV Plettenberg/Werdohl am Samstagabend vom Handball-Verbandsliga-Titelkandidaten RSVE Siegen beim 23:34 (10:15) die Grenzen aufgezeigt bekam, holte der direkte Konkurrent Teutonia Riemke überraschend einen Punkt beim Tabellendritten OSC Dortmund (21:21). Dadurch werden die Sauerländer den Relegationsplatz nicht mehr verlassen.

Von Markus Jentzsch

Weil die HSV nun zwei Punkte hinter den punktgleichen Teams aus Riemke und Herne rangiert, gegen beide Konkurrenten aber im direkten Vergleich das Nachsehen hat, wird sich an der Lage der Ziel-Sieben nichts mehr ändern – egal, wie das Spiel am kommenden Wochenende gegen den OSC Dortmund verläuft.

Hoffnung auf westfälische Nicht-Absteiger

Der HSV bleibt nur die Hoffnung, dass eventuell keine Relegation nötig wird, wenn Gladbeck oder Soest in der 3. Liga West den Klassenerhalt sicherstellen.

Der Traum vom Sturz des Favoriten währte in der Sporthalle Hubenfeld nur kurz. Um genau zu sein: eine Viertelstunde lang. In dieser Phase glich die Ziel-Sieben einen 2:3-Rückstand aus, führte beim 5:4 sogar kurzfristig und musste dann ab dem 5:5 abreißen lassen. Ausschlaggebend war das offensive RSVE-Abwehrsystem, das die Siegerländer am Samstag ähnlich effektiv praktizierten, wie es der Primus Ferndorf II in dieser Saison vorgemacht hat.

Eiserfeld marschiert und trifft per Gegenstoß

Marc Bardischewski zählte zu den wenigen Lichtblicken in der Offensive der Gäste. Seine Treffer und Meckels Paraden reichten aber bei Weitem nicht aus, um den Kontakt zu halten. Siegen baute den Vorsprung über 9:6 und 13:9 bis zum 15:10 zur Pause aus. „Anschließend hat Eiserfeld einfach keine Fehler gemacht – im Gegensatz zu uns“, sagte HSV-Trainer Friedhelm Ziel über die zweiten 30 Minuten. Die verliefen einseitig. Eiserfeld marschierte ohne Druck, kam zu vielen Gegenstoßtreffern und ließ sich auch von Ziels taktischen Varianten nicht beirren. „Zu wenige Zweikämpfe gewonnen. Deshalb funktionierte das auch nicht mit dem Positionsverteidiger“, meinte der HSV-Coach und lobte den RSVE-Torjäger Kolb für seine herausragende Wurfausbeute, während er Frieder Kraus für dessen überragendes Eins-gegen-eins-Verhalten heraushob. Zwei der Säulen, die den RSVE aussichtsreich im Titelrennen halten.

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