Elektronischer Spielbericht: Bezirksligen außen vor

„Müssen Gas geben“: Männerspielwart Roland Janson.

Kreisgebiet - Dass er kommen würde, war seit längerer Zeit klar: Nun aber wird die Planung für die Einführung des elektronischen Spielberichtes im Handball-Verband Westfalen konkreter. Nach einem Beschluss des Erweiterten Präsidium haben die Vereine Planungssicherheit.

Von Thomas Machatzke

Eine gute Nachricht bedeutet die Entscheidung für alle Bezirksligisten: Angesichts der Tatsache, dass die Bezirksligen zur Spielzeit 2016/17 in Westfalen abgeschafft werden, hat das Präsidium die geplante Einführung des elektronischen Spielberichts für diese Spielklassen wieder zurückgenommen. Betroffen sind nun definitiv die Ober-, Verbands- und Landesliga bei Männern und Frauen sowie im Nachwuchsbereich die Oberligen bei der männlichen A- und B-Jugend und die Oberliga-Vorrunden, Ober- und Landesligen bei der weiblichen A-Jugend.

Klar definiert sind auch die technischen Voraussetzungen: Tablet-PCs sind für den elektronischen Spielbericht nicht zu nutzen – benötigt wird ein Notebook mit einem Windows-Betriebssystem (XP, Vista, 7 oder 8). Einen Internet-Zugang in der Halle werden die Vereine nicht zwingend benötigen. Die Einführung des elektronischen Spielberichtes soll auf breiter Front auf einer Offline-Basis stattfinden. Allerdings muss es in der Halle eine Druck-Möglichkeit geben.

„Der Sekretär kann vorher zu Hause die Spieldaten online herunterladen und dann in der Halle offline arbeiten und nachher den Spielbericht zu Hause online stellen“, sagt Roland Janson, Männerspielwart im Kreis Lenne-Sieg, „es wird sich um eine abgespeckte Version des Bundesliga-Spielberichts handeln, wobei da noch nicht alle Fragen geklärt sind. Wichtig ist jetzt aber für uns, dass bei den Schulungen Gas gegeben wird, denn Ende August soll ja bereits alles laufen.“ Die Firma Gatecom, mit der der Handball-Verband zusammenarbeitet (Internet-Portal: www.sis-handball.de) erarbeitet aktuell gerade Nutzerhandbücher. Der Verband plant rund 30 Schulungsveranstaltungen in allen Handballkreisen, um die Sekretäre fit zu machen für ihre Arbeit in der Zukunft. Mit dem Thema befasst sich eine eigens berufene Kommission. Schulungstermine stehen aber noch nicht fest.

Kreishilfe für die neuen Notebooks?

Janson zeigt sich zunächst einmal froh darüber, dass die Bezirksligen nicht betroffen sind („Es hätte für ein Jahr keinen Sinn gemacht.“) und plädiert auch dafür, zunächst den Spielbetrieb auf Kreisebene außen vor zu lassen. „Ich habe es nachgehalten – bei 130 Spielen in Kreisliga A und B fehlte 24 Mal ein Sekretär“, sagt Janson – nicht die beste Basis, um die Neuerung hier einzuführen.

Beschäftigen wird sich mit dem Thema derweil der Kreisvorstand noch, hatte er doch nach Rücklagenbildung den Vereinen finanzielle Hilfen bei der Anschaffung der Notebooks in Aussicht gestellt. „Wir haben allerdings im Kreisvorstand zuletzt gar nicht mehr über den elektronischen Spielbericht gesprochen“, sagt Janson, „die letzte Vorstandssitzung hat im Dezember stattgefunden.“

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