Wohlfühlen in der direkten Nachbarschaft

In der Erfolgsspur: Niklas Polakovs ist in der Handball-Oberliga aktuell Zweiter der Torschützenliste und mit dem TuS Volmetal zudem überraschend Spitzenreiter der Liga. - Fotos: Hefendehl

Schalksmühle -  Acht Spieltage sind in der Oberliga Westfalen absolviert – und von der Tabellenspitze grüßt mit dem TuS Volmetal die Überraschungsmannschaft der Saison. Mittendrin und mit großem Anteil am Höhenflug des TuS: Niklas Polakovs und Kevin Herzog, die beide vor der Saison genug hatten vom Reservistendasein bei der SG Schalksmühle-Halver und gen Hagener Vorort weitergezogen waren.

Von Kerstin Hefendehl

Kein Wunder, dass das Fazit der beiden nach den ersten Monaten im Volmetal absolut positiv ausfällt: „Wir sind hier rundum zufrieden und glücklich“, sagt die beiden unisono. Im jungen und neuformierten Kader des TuS nehmen beide Schlüsselpositionen ein, die ihnen die gewünschten Einsatzzeiten bescheren. Kevin Herzog agiert zumeist als Linksaußen, stand am Samstag beim Heimerfolg gegen den ASV Senden (31:29) in der Startformation und steuerte ein Tor bei. Einen noch größeren Sprung in der Entwicklung hat Niklas Polakovs hingelegt, der in der Torschützenliste der Liga derzeit als zweitbester Goalgetter mit 67 Treffern geführt wird. Das direkte Duell gegen den führenden Hendrik Kuhlmann aus Senden (75 Tore) gewann Polakovs dabei sogar – er traf elfmal am Samstagabend, Kuhlmann erzielte „nur“ acht Treffer.

Was ist das Geheimnis der Leistungsexplosion? „Es macht hier super Spaß, alles ist sehr familiär“, meint Polakovs. Herzog ergänzt: „Es ist anders als in Schalksmühle, der Zusammenhalt hier ist sehr stark. Hier wird privat viel zusammen unternommen, nach erfolgreichen Spielen gehen immer alle zusammen feiern.“

Polakovs verbietet sich das Träumen

Sportlich führt natürlich der unerwartet gute Lauf des gesamten Teams und auch die sportlich gestiegene Wertschätzung zur Zufriedenheit: „Ich freue mich sehr über die gute Rolle, die ich hier spielen darf. Genugtuung gegenüber der SGSH verspüre ich aber überhaupt nicht“, sagt Polakovs, „ich genieße einfach den Moment.“

Sportlich mussten sich die beiden Schalksmühler zu Saisonbeginn nicht groß umstellen. „Hier wird auch eine 6:0-Abwehr gespielt, das Spielsystem ist ähnlich“, erläutert Polakovs. „Bei den vielen jungen Leuten setzen wir hier auch auf Tempospiel. Das war keine große Umstellung, auch nicht vom Training her.“ Allerdings sei das Umfeld in Schalksmühle und Halver noch profesioneller: „Volmetal ist erst vor zwei Jahren in die Oberliga aufgestiegen. Hier entwickelt sich langsam etwas. In kleinen Schritten“, sagt Polakovs.

Begeistert sind beide vom jungen Volmetaler Trainer Stefan Neff: „Er ist ein super Trainer mit einer klaren Idee vom Spiel“, meint Herzog. Bei der Frage nach dem Aufstieg und einem Wiedersehen mit der SGSH werden beide Schalksmühler zurückhaltend. „Klar wäre das super. Im Moment läuft es prima, aber es kann noch so viel passieren“, bleibt Herzog Realist. Auch Polakovs verbietet sich das Träumen: „Der Aufstieg ist nicht unser Saisonziel wie bei anderen Teams. Es ist schön zu sehen, dass die den Druck haben. Wir gucken einfach von Spiel zu Spiel, damit sind wir bisher sehr gut gefahren. Und genießen den Moment!“

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