Erinnerungen an die belgische Heimat

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Torhüter Nicholas Plessers fühlt sich in seiner neuen Heimat bei der SG Schalksmühle-Halver wohl. Gründe dafür sind auch die Natur und die Gegebenheiten wie das Waldfreibad Herpine in Halver, die beim Belgier Erinnerungen an die Heimat wecken.

Halver - Am 7. Februar stand Nicholas Plessers in der Schwalbearena für den VfL Gummersbach II zwischen den Pfosten und wehrte etliche Würfe der SG Schalksmühle-Halver ab. Inzwischen hat der Belgier die Seiten gewechselt, will künftig den Kasten der SGSH sauberhalten.

„Ich freue mich riesig auf diese neue Aufgabe. Die SGSH hat eine starke Mannschaft mit einer guten Perspektive. Das wird ein spannendes, neues Kapitel für mich“, blickt Plessers der Aufgabe mit seinem neuem Team positiv entgegen. Der Umzug vom Oberbergischen ins benachbarte Sauerland – Plessers wohnt mit seiner Freundin inzwischen in Halver – war für den 21-Jährigen natürlich mit vielen neuen Eindrücken verbunden. Allen voran im Trainingsbetrieb erlebte Plessers, dass Handball eben nicht immer gleich Handball ist.

„Ich hatte im Vorfeld zwar schon einiges gehört durch die Jungs hier, die ich schon aus Gummersbach kenne, aber das Training ist doch viel intensiver und in manchen Bereichen auch deutlich umfangreicher. Dadurch wird es zwar auch anstrengender, aber gleichzeitig auch fordernder – das ist positiv“, sagt der Schlussmann. Angenehmer Nebeneffekt: In den ersten Monaten bei der SGSH hat Plessers deutlich an Gewicht verloren...

Weitaus weniger Umstellungen gab es für den symphatischen Belgier beim Umzug ins Zentrum Halvers. Für den aus dem belgischen Neerpelt stammenden Torhüter kam nach dem Abschied aus Gummersbach die neue Umgebung in Halver und Schalksmühle durchaus gelegen. „Hier ist es ein wenig wie bei mir in der Heimat. Von der Größe der Städte und der ganzen Umgebung her kommt das alles dem sehr nahe. Das gefällt mir. Da passt auch die SGSH mit ihrer familiären Atmosphäre sehr gut rein“, fühlt sich Nicholas Plessers in der „Stadt im Grünen“ bereits nach wenigen Wochen sehr wohl.

Platz eins bis drei das Ziel

Einziger Makel: die vielen Steigungen und Berge. „Schon in Gummersbach waren die Steigungen teilweise heftig. Aber hier wird das nochmal getoppt“, schmunzelt Plessers mit Blick auf die geografischen Gegebenheiten und die Auswirkungen auf die Streckenführung beim Joggen. Sportlich indes will der Torhüter dagegen hohe Berge, sprich Ziele erklimmen. „Ich kenne die Liga schon ein paar Jahre und glaube nicht, dass es leicht wird. Aber unsere Mannschaft ist gut und hat Potenzial. Ein Platz unter den ersten Drei sollte unser Ziel sein“, sieht Plessers die SGSH in der Liga-Spitzengruppe.

Und auch für sich selbst sieht der Keeper trotz seiner Rolle als belgischer Nationaltorwart noch Potenzial. „Ich bin jung und kann mich immer verbessern. Dass ich Nationaltorwart bin, ist eine Ehre. Zu hoch bewerte ich es aber nicht. Die große Handballnation ist Belgien nicht“, will sich Plessers bis zum nächsten Auftritt in der Schwalbearena am 22. November – dann aber auf der anderen Seite – weiter verbessern.

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