Boris Heinemann: „Es hat einfach gepasst“

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Fünf Jahre lang coachte Boris Heinemann erfolgreich den neuen TLH-Ligarivalen TS Evingsen.

Schalksmühle - Nach mehr als einem Dreivierteljahr Handball-Pause ist Boris Heinemann zurück in seinem Element. Anfang Mai als neuer Trainer des Bezirksligisten TuS Linscheid-Heedfeld vorgestellt, steht der Iserlohner dank der Lockerungen der Landesregierung seit zwei Wochen mit seinem neuen Team auf der Platte. Ein noch eingeschränktes Training zwar unter Einhaltung des notwendigen Hygienekonzeptes und der gebotenen Regeln während der Pandemie, aber eben auch ein Training, auf das er mächtig „Bock“ hat, wie es der 37-jährige Übungsleiter formuliert.

Insbesondere wegen seiner erfolgreichen Tätigkeit beim zukünftigen TLH-Ligakonkurrenten TS Evingsen, der sich freiwillig für den Gang von der Landes- in die Bezirksliga entschieden hat, ist Boris Heinemann in der heimischen Handball-Szene alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Von 2011 bis 2016 war er Spielertrainer der Turnerschaft und führte sie in dieser Zeit in die Bezirksliga.

Nach der Station TSE zog es Heinemann weiter zum TuS Jahn Dellwig, den er auf Anhieb in die Bezirksliga führen konnte. Im September 2019 legte der 37-Jährige sein Traineramt bei den Fröndenbergern dann noch vor dem Saisonstart nieder. In der abgebrochenen „Corona-Saison 19/20“ pausierte Heinemann, der nun also beim TuS Linscheid-Heedfeld die Nachfolge von Heiko Fischer angetreten hat.

 „Wenn ich etwas mache, dann auch richtig“, betont der Waldstädter. Ihm habe zwar ein Angebot „aus dem Iserlohner Raum“ vorgelegen, nach der Anfrage des TLH, vor allem aber nach dem Treffen mit den Verantwortlichen um Linscheids Handball-Chef Jens Steinbeck sei ihm klar gewesen, wohin die Reise führen werde – nach Schalksmühle. „Es hat einfach gepasst“, verweist Heinemann auf ein „sehr gutes Gespräch“ – und sagte wenige Tage später zu.

Ende Mai stellte sich der 37-Jährige bei einem Treffen auf dem Sportplatz Kuhlenhagen seinem neuen Team persönlich vor. „Wegen Corona konnte ich mir die Mannschaft vorher leider nicht anschauen. Einige Jungs kannte ich natürlich – einen Kilian Hegemann zum Beispiel wollte ich ja damals schon nach Evingsen holen. Aber es waren für mich auch viele neue Gesichter dabei“, so Heinemann. Inzwischen hat er vier Einheiten mit seiner neuen Mannschaft absolviert und eine, wie er sagt, „Ist-Zustand-Ermittlung“ vorgenommen. „Es ist eine junge Truppe, die man formen kann und die Potenzial hat. Es gibt aber auch viel Arbeit. Wichtig ist mir außerdem, dass wir wieder Spaß reinkriegen. Denn der gehört dazu“, betont Heinemann, der in den kommenden Wochen montags und mittwochs in Doppelschichten den Schwerpunkt auf den „athletischen Bereich“ legen wird.

Denn wenn ab Oktober tatsächlich wieder Meisterschaftspunkte vergeben werden sollten, möchte der Iserlohner eine fitte Sieben aufs Feld schicken. Eine Sieben, die anders als im ersten Jahr nach dem Aufstieg möglichst sorgenfrei durch die Saison gehen und das Ziel Klassenerhalt erreichen kann. „Wir trainieren in den Sommerferien durch“, verspricht der 37-Jährige seinen Schützlingen intensive Trainingstage, an denen er aber auch selbst Körner lassen wird. Heinemann möchte zwar seine bis dato zwei Torhüter und elf Feldspieler primär von Außen vorantreiben, schließt eigene Einsätze im Deckungsverbund jedoch nicht aus und hat sich vorsichtshalber gleich ein Spielertrikot bestellen lassen.

Ausgeschlossen ist zudem nicht, dass sich Heinemanns Bruder Nicolai und damit ein Abwehrspezialist noch dem TuS anschließen könnte. „Mal schauen. Er wird jetzt erstmal mit zum Training kommen“, sagt Boris Heinemann, dem die Freude über die neue Herausforderung deutlich anzumerken ist. Die Pause war auch lang genug...

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