Kroatisches Duo fühlt sich bei SGSH pudelwohl

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Kristian Eskericic (rechts) und Natko Merhar mit dem Marktfrauen in Halver.

Halver - Oft es ist der erste, der persönliche Eindruck, der zählt. Das traf in diesem Sommer auch auf Natko Merhar und Kristian Eskericic, den beiden kroatischen Neuzugängen von Drittligist SG Schalksmühle-Halver, zu.

Die beiden Neuzugänge von Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver hatten im Rahmen von Probetrainingseinheiten nur eine Gelegenheit, die Verantwortlichen vor Ort von sich zu überzeugen und auch nur eine Möglichkeit, sich einen Eindruck von ihrer potenziellen neuen Heimat zu verschaffen.

Kurz vor dem Saisonstart fühlt sich das Duo, das in Halver bzw. Oeckinghausen wohnt, in seiner Entscheidung, zur SGSH zu wechseln, inzwischen voll bestätigt. „Das war genau der richtige Schritt. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen“, gewinnt Natko Merhar dem Wechsel nur Positives ab. Ganz ähnlich sieht es sein Landsmann Kristian Eskericic, der als letzter Zugang des Sommers zur SGSH stieß.

„Für mich persönlich ist es eine große Chance, da ich sonst vielleicht in Kroatien hätte bleiben müssen. In den wenigen Wochen, die ich hier bin, hat sich mein erster Eindruck schnell bestätigt, dass der Wechsel nach Halver und Schalksmühle eine gute Sache ist“, so der Linkshänder. Dass fernab der Heimat gleichwohl große Umstellungen notwendig sind, ist unbestritten. Ohne Deutschkenntnisse und zum Teil sprichwörtlich „über Nacht“ kamen Merhar und Eskericic im Volmetal an. „Wir kannten niemanden und konnten die Sprache nicht. Alle haben sich aber viel Mühe gegeben, uns es so einfach wie möglich zu machen. Zur Not haben wir uns mit Händen und Füßen verständigt. Jetzt grüßen wir die Leute in der Stadt schon auf Deutsch, was ganz gut funktioniert“, erinnert sich Kristian Eskericic, der wie Natko Merhar ständig an seinen Deutschkenntnissen arbeitet, an die ersten Tage in Deutschland.

Auch sportlich gab es für das Duo eine Menge Umstellungen zum bisherigen Handballerleben. Anstatt mehrere Trainingseinheiten am Tag mit der Mannschaft sowie zumeist noch Einzeltraining zu absolvieren, hat sich der Tagesverlauf nun schlagartig geändert – inklusive einer geregelten Arbeit abseits des Sports. Das ist neu. Und ungewohnt. Beim Training und im Mannschaftsumfeld sieht das Duo dagegen eine deutliche Steigerung ausschließlich ins Positive. „Eine ganz andere Welt. In Kroatien sind viele Leute nicht immer ehrlich und oft neidisch, was das Leben als Handballer noch schwerer macht. So eine Professionalität und Fürsorge, wie wir sie bis jetzt hier erlebt haben, gab es in unserer Heimat nicht“, sagt Eskericic.

Merhar hat noch "Extra-Power im Tank"

Auch der 24-jährige Merhar sieht positive Änderungen. „Das Training ist sehr gut, anspruchsvoller und intensiver. Es gab schon eine Menge neuer Dinge, die wir gelernt haben“, so Merhar, der seit seinem zehnten Lebensjahr Handball spielt. Anders sieht es bei Kristian Eskericic aus, der eher per Zufall zum Handballsport gekommen ist. Nachdem er als kleiner Junge zunächst Fußball spielte und später sein Talent für Basketball entdeckte, fiel der Linkshänder im Rahmen eines Schulturniers einem Handballtrainer auf. Erst mit 14 Jahren erfolgte der Umstieg.

Was die beiden Neuzugänge in ersten Jahr mit der SGSH erwarten, darüber herrscht Einigkeit. „Die Mannschaft hat das Potenzial für einen Platz unter den ersten drei, vier Teams“, sagt das Duo einstimmig. Als großen Vorteil sehen sowohl Natko Merhar als auch Kristian Eskericic die Gesamtsituation. „Trotz der vielen Neuzugänge sind wir schnell ein Team geworden. Zudem ist die Stimmung auch abseits des Spielfeldes gut. Das kannte ich vorher so nicht“, sagt Merhar. Beim Blick auf die eigene Entwicklung sehen beide Spieler noch Luft nach oben. „Ein bisschen Extra-Power ist noch im Tank“, lacht Merhar und hofft auf eine erfolgreiche Zeit in Halver und Schalksmühle.

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