Zuversicht beim neuen Coach

Von Krakau über Wetzlar nach Schalksmühle

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Neuer Trainer der SGSH: Dragan Markovic.

Schalksmühle - Am Sonntag noch weilte Dragan Markovic, der neue Trainer des Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver, in Krakau. Der Tag des EM-Finales war für den bosnischen Nationaltrainer auch der Tag der Auslosung für die WM-Play-Offs. Im Juni trifft er mit der Auswahl Bosnien-Herzegowinas auf Schweden.

Von Krakau über Wetzlar nach Schalksmühle: Am Montagabend wurde Markovic den Drittliga-Handballern der SG Schalksmühle-Halver vorgestellt. Der 44-Jährige ist mit einer klaren Mission im Sauerland angekommen. Er soll die SGSH nach der Beurlaubung von Mathias Grasediek und Axel Meyrich zum Klassenerhalt führen. Aktuell belegt die SGSH Rang 14, also den ersten Abstiegsplatz. 

Sein neues Team kennt Markovic bereits von Videos. An Maciej Dmytruszynski erinnert er sich aus früheren Vergleichen. Von Jens Pfänder hat er sich über die beiden Dortmunder Talente Moritz Eigenbrodt und Max Büchel informiert. „Die Mannschaft ist ziemlich gut aufgestellt“, sagte Markovic am Nachmittag vor seinem ersten Training nach seinen ersten Eindrücken aus der Ferne, „ich habe auf den Videos viele gute Sachen im Angriff und in der Abwehr gesehen – Potenzial, etwas zu verbessern, gibt es natürlich immer.“ 

Wetzlar und Willstätt als Standorte

Sein Rezept für den Weg zum Klassenerhalt: Ruhe bewahren, dem Team den Druck nehmen, immer besser werden. So formuliert es der ehemalige Bundesliga-Spielmacher, der nach zwei Jahren in Schutterwald (1993 bis 95) erst in Willstätt heimisch wurde. Dort spielte er zehn Jahre. 2005 kam er als Trainer zur HSG Wetzlar, die er von Martin Schwalb auf dem 18. Platz übernahm und zum Klassenerhalt führte. In Wetzlar ist Markovic heimisch geworden – auch seiner Kinder wegen, die dort zur Schule gegangen und groß geworden sind. Sein älterer Sohn ist inzwischen wie er ehedem Spielmacher beim heutigen Oberligisten in Willstätt, macht dort eine Ausbildung. Sein jüngerer Sohn spielt in der U19 des FSV Frankfurt Fußball – eine sportliche Familie. 

Am Löh ist Markovic nun Mitglied einer anderen, der SGSH-Familie. Zwölf Tage bleiben ihm bis zum ersten Spiel. Am 13. Februar erwartet die SGSH in der Halle Löh die SG Ratingen, die nach der Heimniederlage gegen Soest auch wieder zum weiten Kreis der gefährdeten Teams zählt. Die Markovic-Premiere am Löh ist wie das letzte Spiel der Ära Grasediek/Meyrich eine immens wichtige Partie im Abstiegskampf.

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