Handball: 3. Liga West

Derbybilanz in Moll

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Bitterer Moment im Heimspiel gegen Menden: Bei Spielmacher Alexandre Brüning brach die Verletzung am Oberschenkel neu auf. Wie lange er der SGSH diesmal fehlen wird, ist noch nicht abzusehen. J

Schalksmühle - Es ist lange her, dass bei den Heimspielen eines Schalksmühler Handballteams in der Drittklassigkeit ein Trompeter zur „Attacke“ geblasen hat. In den 90er-Jahren war das ja quasi ein Markenzeichen.

Der Trompeter hieß seinerzeit Uwe Niehaus und war nicht nur inoffiziell in Diensten des STV, sondern auch offiziell in Diensten der Dahlerbrücker Husaren an der Trompete aktiv. Am Samstag fühlten sich jene Besucher an der Halveraner Mühlenstraße, die sich auch damals schon für Handball interessiert haben, an diese Zeit erinnert. 

Der Trompeter hieß diesmal allerdings Willi und wurde dem Publikum als „Kumpel“ von Maskottchen Hascha vorgestellt. Gekommen, um sich die am Samstag eingeweihte neue „Hascha-Lounge“, in der nun das Catering bei Heimspielen stattfindet, anzuschauen. Willi wurde sogar in der Halbzeit interviewt. 

Und so erfuhren die Fans, dass er eigentlich „auf Schalke“ vor deutlich größerer Kulisse trompetet. Ein Stammgast wie in früherer Handballepoche dürfte er wohl nicht werden. Sei’s drum: Trompeter Willi sah ein vor allen Dingen spannendes Handballspiel. Kein gutes allerdings, wie Trainer Stefan Neff bemerkte. 

Neff hatte weder das Spiel gefallen noch das Nachspiel. „Die Mendener machen sich immer so klein“, ärgerte sich SGSH-Trainer ob der nicht so schlechten personellen Besetzung des Gastes, „dann wird nachher ein Wirbel gemacht von Mendener Seite und gelobt, ein wie gutes Spiel sie gemacht haben. Ich habe zwei Mannschaften gesehen, die eigentlich beide keinen Punkt verdient gehabt haben. Mit unserer Leistung war ich überhaupt nicht einverstanden. Aber die Mendener sind gefühlt 15 Mal in den Zeitspielbereich gekommen, weil sie das Tempo verschleppt haben. Unser Problem war es, dass dann am Ende immer ein Prozent gefehlt, um ein Tor zu vermeiden. Wir haben doch am Samstag gefühlt 40 Minuten Abwehr gespielt.“ 

Neff sah sein Team vor allen in der Frage der Einstellung nicht auf dem Level des so starken Gastspiels beim TuS Volmetal. Und er ärgerte sich über unnötige Dinge wie zum Beispiel die Rote Karte gegen Todor Ruskov. „Da kann ihm einer den Kopf abreißen – ein Revanchefoul geht gar nicht“, stellte Neff fest, „darüber werden wir intern auch sprechen. Er hat damit nur die Mannschaft geschwächt. Nach einer Viertelstunde hat uns so der Abwehrchef und mit Alexandre Brüning auch der Angriffschef gefehlt.“

 Die Verletzung von Brüning – der MRT-Termin ist erst Anfang nächster Woche – ist bitter. Wieder machte der Oberschenkel zu, dürfte wohl der gerade erst zum Volmetal-Spiel hin auskurierte Muskelfaserriss aufgebrochen sein. An einen Einsatz in Aurich am Samstag ist gar nicht zu denken. Wenn es schlimm kommt, könnte gar die Saison für den Spielmacher vorbei sein. 

In Aurich wird der SGSH wohl auch Florian Diehl fehlen, der nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Krechel schon wieder eine Gehirnerschütterung davongetragen hat. Dinge, die Stefan Neff das MK-Derby zusätzlich verleideten. Auch wenn am Ende nach dem 24:23-Sieg zwei Punkte für die SGSH auf der Habenseite standen.

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