Die letzte kleine Zäsur beim Drittligisten vom Löh

+
Der neue starke Mann im Abwehrzentrum der SGSH: Neuzugang Maciej Dmytruszynski (mitte) hatte gegen den Soester TV alle Hände voll zu tun. Am Ende unterlag die SGSH den Bördestädtern trotzdem 10:12.

DORTMUND -  Bis zum Saisonstart sind es noch gut sechs Wochen. Die erste Phase der Vorbereitung endet für die Drittliga-Handballer am Dienstagabend mit einer Trainingseinheit am Löh. Danach warten noch einmal zehn Tage ohne Mannschaftstraining, ehe es in der zweiten und mithin heißen Phase der Vorbereitung an den Feinschliff geht.

„Die Jungs haben bisher wirklich super mitgezogen“, zeigte sich am Rande des Kronen-Cups in Dortmund am Sonntag ein zufriedener Trainer Mathias Grasediek. Zufrieden ist der Diplom-Sportlehrer vor allem mit der Bereitschaft seiner Schützlinge in den vielleicht härtesten Wochen des Jahres, in denen eher das Laufen als das Handballspielen im Vordergrund steht. „Sie wissen, was in der 3. Liga auf uns wartet – mit dem entsprechenden Ernst ist gearbeitet worden“, sagt Grasediek.

Mit den Auftritten in Renninghausen war er indes nur bedingt zufrieden. Es gab zwar jene Phasen, in denen die Abwehr das umsetzte, was bis jetzt erarbeitet worden ist. Sie hatte am Sonntag aber längst nicht immer das Glück, auch gut aufgelegte Torhüter hinter sich zu wissen. Lauftraining kostet gerade die Keeper jene Frische, die nötig ist, um im Tor eine gute Figur zu machen.

Daneben ist die Situation in der Offensive aktuell keine befriedigende. Konzeptions-Handball à la SGSH funktioniert am bestem mit Spielmacher. Die beiden potenziellen Chefs in der Offensiv-Abteilung indes standen bislang noch gar nicht zur Verfügung. Christian Feldmann wird nach seiner Operation am Daumen erst in der laufenden Saison eingreifen können. Die Patellasehnen-Beschwerden bei Jan Stuhldreher waren auch nicht hilfreich – Grasediek hofft nun, dass Stuhldreher zumindest im August wieder komplett zur Verfügung steht.

Nächster Test beim TuSEM Essen

„So ist im Angriff einfach noch vieles holprig“, stellte Grasediek am Sonntag noch vor der 10:12-Endspiel-Niederlage gegen den Oberligisten Soester TV fest, „es ist ein bisschen schade, dass sich das Team so eigentlich vorne noch nicht richtig einspielen kann.“ Für Stuhldreher und Feldmann teilten sich am Sonntag Neuzugang Niklas Polakovs und Florian Diehl die Mittelposition. Noch lieber spielen allerdings beide im linken Rückraum.

Wie dem auch sei: Im August bleiben noch viele Tests, um am Fein-Tuning in der Offensive zu arbeiten. Der Testspielreigen wird am 30. Juli fortgesetzt. Dann ist die SGSH bei Bundesliga-Absteiger TuSEM Essen zu Gast, am 4. August gastiert Nord-Drittligist HSG Lemgo II am Löh, eine Woche später wartet das dreitägige Jubiläumsturnier in der Hagener Enervie-Arena, ehe am 14. August als Highlight für die Fans um 20 Uhr Zweitligist ASV Hamm am Löh seine Visitenkarte abgibt. Eine ganze Reihe von guten Möglichkeiten, sich die richtige Form für den Saisonstart am 31. August gegen Eintracht Hagen zu holen.

Thomas Machatzke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare