Handballer vor der Aufstiegsrunde

Die HSG will "auf zu neuen Ufern"

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Aileen Jörgens möchte mit den C-Jugend-Mädchen der HSG den Sprung in die Oberliga-Vorrunde schaffen.

Lüdenscheid - Wenn Peter Werner über die direkt nach den Osterferien anstehende Aufstiegsrunde für den Nachwuchs der HSG Lüdenscheid spricht, dann findet der Jugendleiter der HSG deutliche Worte: „Aufstieg, Aufstieg, Aufstieg“, sagt er, „es soll nach vorne gehen, wir wollen auf zu neuen Ufern!“

Sein Jugend-Geschäftsführer Andreas Nozulak, der im Lüdenscheider Jugendhandball schon so lange im Geschäft ist und schon viel bessere Zeiten erlebt hat, ergänzt dann: „In der Kreisliga haben wir nun genug Erfahrungen gesammelt. Davon, dass ein Spiel ausfällt, am Vorabend zu erfahren – diese Erfahrung haben wir nun oft genug gemacht. Das brauchen wir nicht mehr unbedingt...“ 

Die HSG will zurück in die Erfolgsspur. In der vergangenen Saison vertraten immerhin die C-Junioren den Verein wieder überkreislich und wurden Vizemeister der C-Jugend-Bezirksliga. Ein guter Anfang. Nun sollen von den vier gemeldeten Teams am liebsten alle, zumindest aber drei den Sprung heraus dem Kreis Lenne-Sieg schaffen. Die weibliche A-Jugend hatte das Ziel Aufstieg schon im Vorjahr, seinerzeit allerdings noch als Jungjahrgang. Es erfüllte sich nicht. So ist es nun mit mehr Erfahrung der zweite Anlauf für die Schützlinge von Barbara Göhr und Co-Trainerin Sabine Textor-Grabowski. Der Kader umfasst 15 Spielerinnen, darunter viele Altjahrgänge und mit Franzi Mühlbauer, Emma Heyen, Selin Moussa und Annika Grabowski auch schon vier Mädchen, die bereits mit Doppelspielrecht bei den Seniorinnen Erfahrungen gesammelt haben. „Wir müssen mit dieser Mannschaft höher spielen“, sagt Nozulak, „eine Kreisliga mit vier Mannschaften kann man doch abhaken.“

Auch die weibliche C-Jugend will nach oben. Das Team von Heike Malcus hat in der vergangenen Saison als Jungjahrgang den Kreismeistertitel gewonnen, bleibt komplett zusammen. Die erste Besetzung gehört komplett der Kreisauswahl von Volker von Oepen an. Die Zuversicht ist deshalb immens. „Es wäre schon eine Enttäuschung, wenn sie den Aufstieg nicht schaffen würden“, sagt Peter Werner über das talentierte Mädchenteam, das sich in den letzten Monaten so toll entwickelt hat. 

Kniffliger dürften die Aufgaben für die Jungenteams werden, nicht nur, weil hier die Aufstiegsrundenfelder im Kreis Lenne-Sieg etwas größer sind. Eine männliche A-Jugend hat die HSG weiterhin nicht, dafür eine perspektivisch starke B-Jugend. Es ist praktisch die Mannschaft, die zuletzt in der C-Jugend Vizemeister der Bezirksliga wurde. Auch Moritz Brode, Pascal Bulla, Torwart Artur Wambold und Karol Mackowiecki, die allesamt noch ein Jahr in der C-Jugend spielen könnten, gehen mit dem Team geschlossen nach oben. Für dieses Team hat sich die HSG besonders ins Zeug gelegt. „Wir mussten etwas Vernünftiges installieren, hoffen, nun eine echte Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen zu haben“, sagt Werner. 

Kahlstadt neuer B-Jugend-Trainer

Als neuer Cheftrainer fungiert Daniel Kahlstadt aus dem HSG-Männer-Team, seine Assistenten sind Dietmar Kahler und Stefan Grabowski, der das Team bereits in der C-Jugend gemeinsam mit Holger Linde betreut hat. Die ersten Eindrücke im Trainingslager waren gut, gleichwohl wird es eine schwere Aufstiegsrunde, denn die Gegner werden zum Teil geschlossen ein Jahr älter sein. „Wir hoffen trotzdem auf Rang drei im Kreis hinter Ferndorf und den SGSH Juniors – der würde für die direkte Landesliga-Qualifikation reichen“, sagt Nozulak. In der Landesliga wäre das Team gut aufgehoben. 

Die männliche C-Jugend möchte in die Oberliga-Vorrunde. Ob dieses Ziel realistisch ist, hängt auch davon ab, ob die vier Akteure, die bereits in die B-Jugend hochgezogen werden sollen, in der Aufstiegsrunde hier und da noch zur Verfügung stehen. Ohne die Vier hat Holger Linde einen Zwölfer-Kader, in dem viele Jungjahrgänge dabei sind, mit Grüger und Grzybek zwei Akteure, die in der D-Jugend-Kreisauswahl gespielt haben. Es ist auch ein Team mit Potenzial – und doch dürfte es für die männliche C-Jugend der steinigste Weg nach oben werden. 

Ein Aufstieg wäre indes doppelt wertvoll: Für eine Mannschaft in der im Herbst beginnenden Oberliga-Vorrunde ließe sich anschließend einfacher ein Trainer finden. Holger Linde nämlich wird nach der Aufstiegsrunde definitiv die neue D-Jugend übernehmen. Der bisherige C2-Jugend-Trainer Michael Plischka ist zu den SGSH Juniors abgewandert. So ist diese Position noch vakant für die Zeit nach der Aufstiegsrunde.

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