Keine Patentrezepte für F-Jugend-Malaise

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Bisher hat im Kreis Lenne-Sieg in dieser Saison noch kein einziges F-Jugend-Spielfest stattgefunden.

Kreisgebiet - Das Problem ist bekannt, aber einen echten Lösungsansatz fanden der Jugendvorstand des Kreises Lenne-Sieg und die Jugendleiter der Vereine nicht für den Spielbetrieb im F-Jugend-Bereich, also bei den jüngsten Handballern des Kreises.

In diesem Altersbereich gibt es seit Jahren keinen geregelten Spielbetrieb, sondern Spielfeste, bei denen die Mannschaften auf zwei Kleinfeldern ohne Ergebnisdruck auf Torejagd gehen, dazu wird das Angebot durch einen Bewegungs-Parcours in der Halle ergänzt. Es ist über viele Jahre ein Erfolgsmodell gewesen. Die Hallen war voll, die Jungen und Mädchen hatten viel Spaß, die Eltern ebenfalls – rundum gelungene Veranstaltungen.

Aktuell aber hakt es bei den F-Jugendlichen. Am 20. September sollte im Nordbereich des Kreises ein erstes Spielfest in Schalksmühle stattfinden, am 27. September im Südbereich eines in Drolshagen. Beide Feste wurden abgesagt, weil sich nicht genügend Gästeteams gefunden hatten. Ärgerlich für die Ausrichter, bedenklich für die Jüngsten-Förderung im Kreis – gerade auch mit Blick auf die Konkurrenz-Situation im florierenden F-Jugend-Spielbetrieb der Fußballer. So bedenklich, dass Kreis-Jugendwart Axel Jacobi dies zum Anlass nahm, kurzfristig zur Jugendleiter-Tagung ins Olper Kolpinghaus zu laden. Das Ergebnis indes ist eher mager. Die Einführung einer festen Spielrunde wurde mehrheitlich eher kritisch gesehen. Strengere Maßregelungen für unzuverlässige Vereine ebenfalls – wenn Vereine dann Teams komplett abmelden würden, um Strafen zu entgehen, wäre auch niemandem geholfen.

Zwei Neuerungen wurden allerdings beschlossen: Zum einen sollen weiterhin Spielfeste für Mannschaften im Süden und Norden jeweils für ihren Regionalbereich verpflichtend sein, dazu sollen aber Ausrichter im Südbereich auch Teams aus dem Norden und umgekehrt Ausrichter im Norden weitere Mannschaften aus dem Süden zu ihren Festen einladen können. Zum anderen sollen Vereine ihre Mannschaften auch dann schicken, wenn diese nicht komplett sind. In diesen Fällen sollen die Teams mit Aktiven aus anderen, besser bestückten Vereinen aufgefüllt werden. Auch das Einbinden leistungs-schwächerer E-Jugendlicher soll im Falle von Engpässen eine Option sein.

Lage im Norden besser als im Süden

Grundsätzlich sieht die Lage im F-Jugend-Bereich im Altkreis Lüdenscheid deutlich besser aus als im Südbereich des Kreises Lenne-Sieg. Die TS Evingsen, die SGSH Juniors (3), die SG Kierspe-Meinerzhagen (2), die HSV Plettenberg/Werdohl (2), der TuS Grünenbaum (3) und die HSG Lüdenscheid (2) bringen es trotz des Rückzuges der SU Altena auf 13 F-Jugend-Teams. Im Südbereich hat nur Lennestadt zwei Teams, dazu kommen Attendorn, Drolshagen, Ferndorf, die JSG Eiserfeld-Dielfen, der RSVE Siegen und Netphen mit jeweils einem Team – in Summe nur acht Mannschaften. Fallen hier Mannschaften aus, so wird mit funktionierenden Spielfesten eng.

Im Norden sind aktuell vier Spielfeste für die nächsten Monate terminiert, allerdings bis zum Jahresende nur eines: am 25. Oktober bei der TSE, dazu kommen 2016 Feste am 24. Januar bei der HSV Plettenberg/Werdohl, am 6. März beim TuS Grünenbaum und am 17. April bei der HSG Lüdenscheid. In Kierspe und Schalksmühle (Nachholtermin für September) sollen zwei Termine im Februar dazukommen. Im Südbereich sind erst zwei Spielfeste terminiert: Am 30. Januar beim TuS Ferndorf und am 21. Februar in Lennestadt.

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