Handball-Verbandsliga

HSV verliert und feuert Burzlaff

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Erzielte an alter Wirkungsstätte nur zwei Tore: Philip Trattner.

Herten – Das Verbandsliga-Team der HSV Plettenberg/Werdohl hat am Samstagabend in der zweiten Halbzeit total die Kontrolle verloren und Jens Burzlaff seinen Trainer-Job. „Wir wollten keine Hängepartie“, sagte HSV-Chef Alexander Griessl nach der 33:36 (17:13)-Niederlage seiner Handballer beim bis dahin sieglosen Hertener Tabellenschlusslicht SV Westerholt.

„Deshalb hatten wir im Vorfeld abgestimmt, dass wir uns im gegenseitigem Einvernehmen trennen, wenn wir hier nicht den Turnaround schaffen.“ Dieses gegenseitige Einvernehmen ist für Alexander Griessl besonders wichtig. „Oder kann man das irgendwie noch besser ausdrücken?“, fragte er. Nein.

Fakt ist und bleibt nun einmal: Weil die HSV-Handballer zum zehnten Mal in Serie das Nachsehen hatten und somit auf den vorletzten Tabellenplatz gerutscht sind, weil der TV Westfalia Halingen die SG Schalksmühle-Halver II mit 29:27 geschlagen hat, müssen der Coach, der auch Kassenwart des Vereins ist, und Co-Trainer Markus Bluhm, der bekanntlich Sportlicher Leiter ist, gehen. 

„Wir sind alle gut befreundet und haben das alles sachlich miteinander besprochen“, sagte Alexander Griessl am Samstagabend in der Sporthalle an der Kuhstraße. Klar: Die HSV-Verantwortlichen sehen das Saisonziel in Gefahr, den Klassenerhalt. „Wir haben einen Verbandsliga-tauglichen Kader“, betonte Alexander Griessl, der auch kein Geheimnis daraus macht, dass sein Klub nun nicht vor einer ungewissen Zukunft steht. 

„Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht und haben Ideen“, sagte der HSV-Chef, der zuversichtlich ist, schon in Kürze einen neuen verantwortlichen Mann für die Trainerbank präsentieren zu können. Bis dies so weit sein wird, wird Markus Bluhm als Interimstrainer fungieren. 

In der Partie beim SV Westerholt hatte es fast 34 Minuten so ausgesehen, als wollten die HSV-Handballer Jens Burzlaff den Trainer-Job sichern. Doch nach der 20:15-Führung passte fast gar nichts mehr. Die Nervosität bei den Lennetalern wurde immer größer, und die Zahl der Fehler stieg rasant an. Zwar erlaubten sich auch die Westerholter zahlreiche Patzer, aber das Team von Spielertrainer Philipp Jacob wurde immer zielstrebiger. 

Es schaffte beim 27:27 erstmals nach dem 9:9 wieder den Ausgleich, ging beim 29:28 dank seines 13-maligen Torschützen David Kryzun in Führung und gab diese nicht mehr her. Da die Hertener das Nachholspiel gegen die SGSH-Zweite noch in der Hinterhand haben (25. Januar, 20 Uhr), liegen sie nach Minuspunkten nun sogar einen Zähler vor der HSV Plettenberg/Werdohl. Toni Bertrams

SVW-Tore: Braun (1), Feldhege (2), Jacob (4), Prüfer (7/2), Leibner (4), Krspogacin (5), Kryzun (13/3)
HSV-Tore: Scheuermann (10/1), Lohmann (5), van der Hurk (6), Traumüller (2), Trattner (2), Lengelsen (8)

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