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HSG Lüdenscheid: Warnungen trotz Mitglieder-Plus

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Von: Axel Meyrich

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Handball Jahreshauptversammlung HSG Lüdenscheid
Im „Schneckenhaus“ der Turbo-Schnecken Lüdenscheid zog die HSG Lüdenscheid am Sonntagvormittag ihre Bilanz für das Jahr 2021. Rund 20 Mitglieder waren der Einladung des Vorstandes gefolgt. © Axel Meyrich

Die Handballerinnen und Handballer der HSG Lüdenscheid haben die Corona-Krise vergleichsweise gut überstanden. Diesem erfreulichen Fazit im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Sonntag im „Schneckenhaus“ der Turbo-Schnecken folgten aber gleich mehrere eindringliche Warnungen aus den Vorstandsreihen.

Lüdenscheid - Denn: HSG-Finanzexpertin Sabine Kutzehr konnte zwar von einer Kassenlage berichten, die das Jahr 2021 mit einem kleinen Plus abschloss und freute sich auch über einen deutlichen Mitgliederzuwachs (Stand 17. Dezember: 323), doch der mittelfristige Ausblick berge einige Risiken, so Kutzehr. „Diese Zahlen sind die Zahlen eines Corona-Jahres und nur begrenzt aussagefähig“, erläuterte die stellvertretende Referentin für Finanzen, die bei einem normalen Spielbetrieb dunkle Wolken am HSG-Finanzhorizont aufziehen sieht. „Wir brauchen dringend freiwillige Helfer, um beim Verkauf bei Heimspielen mehr Einnahmen zu generieren.“ Beträge im vierstelligen Bereich würden der HSG schon jetzt fehlen. Kutzehr: „Das gefährdet dann irgendwann auch den Spielbetrieb.“ Geschäftsführer Peter Werner schlug in dieselbe Kerbe. „Da brennt ein großes Feuer, das wir löschen müssen“, forderte Werner mehr Engagement von allen Mitgliedern.

Deutliches Plus bei den Mitgliederzahlen

Eine Thematik, die Jugendleiter Arne Luft auf seinen Arbeitsbereich spiegelte. Eigentlich nämlich steht die HSG vor allem in den unteren Altersklassen inzwischen sehr gut da. Gleichwohl wollen die vielen Kinder betreut werden. „Wir brauchen mehr Trainerinnen und Trainer und Eltern, die beim Training unterstützen“, so Luft in seinem nachdrücklichen Vortrag.

Bei den Erwachsenen hatten die drei HSG-Leistungsteams in der vergangenen Saison gleich drei Abstiege zu beklagen (1. Herren, 1. Damen, 2. Damen). Inzwischen aber haben sich alle Teams in den neuen Klassen eingelebt. Beim Herren-Bezirksliga-Team, für das Team-Manager Michael Mirus berichtete, wird bei der Aufstiegsfrage kein Weg an der „Übermannschaft“ des TuS Volmetal II vorbeiführen, die HSG hat aber den Relegationsplatz zwei noch nicht aus den Augen verloren. Ähnlich die Lage bei beiden Damen-Teams, die in ihren Ligen in der Spitzengruppe mitmischen (1. Damen) bzw. das Klassement anführen (2. Damen). „Der Aufstieg wäre mir ein Herzenswunsch“, gab Peter Werner den Verantwortlichen mit auf den Weg.

In ruhigem Fahrwasser befinden sich die beiden Kreisliga-Teams der HSG-Herren, die 2. und die 3. Mannschaft. In beiden Teams hatte es Trainerwechsel gegeben (Daniel Adam für Arnd Pielhau und Kai-Uwe Brüggendick für Michael Mühlbauer). Hier zeigte sich Michael Mirus überzeugt, dass die angepeilte engere Verzahnung aller Senioren-Teams Früchte tragen werde.

Arne Luft neuer Jugendwart

Personelle Kontinuität herrscht derweil im HSG-Vorstand – bis auf eine Ausnahme. Die bisherige Jugendwartin Birgit Schnippering trat auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wiederwahl an, zu ihrem Nachfolger wurde Arne Luft von der Versammlung bestimmt. Der Pädagoge – in Personalunion auch Sportlicher Leiter – wird sich somit über Arbeit im neuen Jahr nicht beklagen können. Weiterhin vakant bleiben bei den Bergstädtern zwei Positionen: Sowohl für den Posten des stellvertretenden Geschäftsführers als auch für den stellvertretenden Leiter der Herren-Abteilung fanden sich keine Kandidaten. Die Kasse prüfen künftig Dörte Klinker und Artur Wambold.

Der Vorweihnachtszeit angepasst, ging der Griff von Peter Werner abschließend in den Geschenkbeutel. „Wir wollen einfach einmal ‘danke’ sagen“, so Werner, „danke an all’ diejenigen, die zum Teil seit Jahrzehnten im Hintergrund unglaublich wichtige Arbeit leisten“, gab es Präsente für die vielen „guten Geister“ bei der HSG Lüdenscheid. „Ohne Euch geht es nicht“, rief Werner der Versammlung zu, so dass sich der Kreis schloss. „Wir brauchen mehr Ehrenamtler, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.“

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