Christian Köster fungiert als Interimscoach

Die HSG-Frauen suchen einen neuen Trainer

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Legte sein Traineramt nieder: Michael Kapp.

LÜDENSCHEID - Überraschende Entscheidung trotz sportlich miserablen Saisonverlaufs (3:13-Punkte) bei der HSG Lüdenscheid: Michael Kapp ist ab sofort nicht mehr Trainer der Bergstädter Landesliga-Frauen. Schon auf das Kreisderby am Wochenende bei der SG Kierspe-Meinerzhagen wird das Team von Interimscoach Christian Köster vorbereitet, hinter den Kulissen soll aber fieberhaft nach einer langfristigen Lösung gesucht werden.

Als Folge der 18:23-Niederlage bei der TSG Sprockhövel bat „Kappi“ den HSG-Vorstand, ihn von den Aufgaben als Trainer der Frauen zu entbinden: „Mir ist diese Entscheidung keinesfalls leicht gefallen, aber wir sind in den letzten Wochen auf der Stelle getreten. Alle Versuche, die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzubringen, haben nicht gefruchtet. Offensichtlich erreiche ich die Mannschaft nicht mehr in dem Maße, das erforderlich ist, um das Ruder herumzureißen. Dann ist es besser, frühzeitig die Reißleine zu ziehen. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potenzial hat, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen und drücke ihr dafür beide Daumen“, begründete der Trainer seinen Schritt.

Kapp hatte die Frauenmannschaft nach dem unter Regie von Sascha Schmoll gelungenen Landesliga-Aufstieg nach der Spielzeit 2011/12 übernommen und den Aufsteiger in seinem Premierenjahr auf einen ausgezeichneten vierten Platz geführt. Eine Platzierung freilich, die sich für die laufende Spielzeit mehr als Bürde denn als Ansporn entpuppte: Nicht nur, weil die HSG mit Torjägerin Michelle Pleuger (Schwerte-Westhofen) ihre alles überragende Feldspielerin verloren hatte, sondern weil auch die Trainingsbedingungen mit den vielen Studentinnen im Team sowie berufsbedingten Abstellungen alles andere als optimal waren und dem Trainer die Aufgaben wesentlich erschwerten.

„Wir bedauern seine Entscheidung, respektieren sie aber und freuen uns, dass er der HSG Lüdenscheid in anderen Funktionen, insbesondere als Trainer der weiblichen A-Jugend, erhalten bleibt“, erklärte HSG-Frauenabteilungsleiter Ralf Jurka, der sich umgehend auf die Suche nach einem Nachfolger machte. „Das ist zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings sehr schwer, deshalb sind wir doppelt froh, dass wir mit unserem engagierten weiblichen A-II-Trainer Christian Köster zumindest interimsweise erst einmal eine Lösung gefunden haben, von der wir uns eine Schubwirkung erhoffen“, meinte Jurka weiter.

Jörg Hellwig

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