Handball-Landesliga (Frauen)

Düllmann verspricht: "Wir werden anders Handball spielen"

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HSG-Trainer Torsten Düllmann freut sich auf den Saisonstart.

Lüdenscheid – Noch eineinhalb Wochen, dann beginnt für die Frauen der HSG Lüdenscheid die neue Landesliga-Saison mit einem Auswärtsspiel bei der Reserve des Oberligisten TV Einigkeit Netphen (Samstag, 3. Oktober, 15.30 Uhr).

Es ist eine Spielzeit wie eine Pralinenschachtel: noch weiß keiner, was er bekommt, und dies nicht nur wegen Corona. Die HSG geht mit einem neuen Trainer und leicht verändertem Personal in diese Saison. Für Detlev Nebert hat Torsten Düllmann auf der Kommandobrücke Platz genommen. Düllmann coachte zuletzt die Reserve zum Aufstieg in die Bezirksliga. Nun will er auch mit dem Landesliga-Team nach oben schauen. 

„Wir wollen oben mitspielen, natürlich will man immer Meister werden und aufsteigen, aber da müsste schon sehr viel passen, müssten alle Leistungsträgerinnen auch immer da sein“, sagt der neue Trainer. „Es gibt viele starke Mannschaften in der Liga. Mein Topfavorit sind die Frauen aus Wattenscheid mit den Steilmann-Schwestern. Und es gibt noch eine ganze Reihe anderer Kandidaten. Wenn es am Ende für uns Rang fünf wird, dann ist es auch okay.“ 

Nicht okay wäre es, nach unten schauen zu müssen in einer Liga, in der der Achte, Neunte, Zehnte und Elfte absteigen. Daran will Düllmann allerdings gar nicht denken. „Im Moment ist noch manches holprig, aber in den letzten beiden Testspielen geht es an den Feinschliff“, sagt Düllmann entschlossen, der in dieser Woche aus dem Urlaub auf Borkum zurückkommt. Im Training haben ihn Dörte Klinker, Tim Papendick und Michelle Pleuger vertreten. „Wir haben ein tolles Trainerteam“, freut sich der Übungsleiter aus Breckerfeld. 

Testspiele gegen Recklinghausen III und Hohenlimburg II

Zwei Bezirksligisten warten auf der Zielgeraden der Vorbereitung als Gegner: am Sonntag um 16 Uhr geht es in der BGL-Halle gegen die PSV Recklinghausen III, am Dienstag um 20.15 Uhr am Raithelplatz gegen die HSG Hohenlimburg II. 120 Minuten, damit alles sitzt für die erste Tour ins Siegerland. Es ist eine Feinabstimmung, die nötig ist, denn wirklich komplett war das HSG-Team bisher selten. Routinierte Spielerinnen wie Birte Otters und Karina Traumüller haben aus privaten Gründen bisher häufiger passen müssen. Auf sie wird es aber auch ankommen, denn nach dem Verlust von Franziska Schmale, die Studium und Beruf den Vorrang gibt, und Tugce Murat stehen aus persönlichen Gründen vorerst auch Torfrau Svenja Kind und Melanie Nitschke nicht zur Verfügung. 

Schmale und Nitschke darf man zu absoluten Leistungsträgerinnen der Vorsaison zählen. Die jungen Neuzugänge Matilda Esken (Schulterprobleme) und Jessica Lorenz (gesundheitliche Probleme) fielen auch zeitweilig aus. Auf Esken hält Düllmann für einen Rückraum-Part große Stücke, Lorenz beschreibt er als starke Allrounderin. Dazu soll die von der DGS Lennetal gekommene Demet Celikkaya als Linkshänderin die rechte Außenbahn beackern. Mit der nach Neuenrade gezogenen und deshalb zur HSG gewechselten Franziska Runne (ehemals BSV Rauxel) hat der neue Kader zudem eine gestandene Kreisläuferin mehr. 

Dania Schulze nun zweite Torhüterin

Düllmann hat zudem ein paar Ideen im Kopf, von denen er sich einiges verspricht. „Ich will nicht sagen, dass wir stärker sind als im letzten Jahr – aber wir werden anders Handball spielen“, sagt er und will einige Spielerinnen gegenüber der Vorsaison umbesetzen: Kreisläuferin Franziska Lukowski hat er nach den starken Leistungen der Vorbereitung fest im Rückraum eingeplant. Ann-Kathrin Hein hat ebenfalls im Rückraum gute Ansätze gezeigt, Mara Schnabel plant Düllmann eher am Kreis als auf Außen sein. 

Dazu hat Dania Schulze nun eine Doppelfunktion: Die Physiotherapeutin ist wieder im Training und soll neben Ann-Kathrin von Oepen die zweite Torwartposition besetzen. „Wir haben noch andere starke Torhüterinnen im Verein“, sagt Düllmann, „aber wir haben auch drei Mannschaften, die alle diese Position besetzen müssen...“ Das gute Verhältnis zu den anderen Teams ist ihm wichtig, zumal aus der Reserve, wenn nötig, auch gute Aushilfen der erfahrenen (Wagemeyer) oder ganz jungen Sorte (Kahlert, Curatolo) parat stehen. 

Lausen und von Oepen teilen sich Kapitänsamt

Kurzum: Die Konkurrenz wird eine veränderte HSG-Frauenmannschaft als Gegner bekommen. Es ist zumindest ein kleiner Umbruch, verbunden mit einem Generationswechsel. Dafür steht auch, dass es ein neues Duo im Kapitänsamt gibt: Ann-Kathrin von Oepen und Nina Lausen sind gleichberechtigt in diesem Amt – dafür hat Düllmann den Mannschaftsrat abgeschafft. So ist vieles neu vor dem Start, auf den sich Düllmann freut: „Auch wenn noch manches holprig ist“, sagt er, „kann die Saison jetzt kommen...“

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