Schnelle Abwehr als Sieggarant für HSV

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Drei Treffer gegen die HSV Plettenberg/Werdohl: HSG-Kreisläufer Christoph Kämper (links) bei der 27:31-Niederlage der Schnippering-Sieben.

Lüdenscheid -  Es war ein Duell zweier Rumpfteams: Das des Landesligisten HSG Lüdenscheid musste sich im vorgezogenen Test dem Verbandsligateam von Ex-Trainer Friedhelm Ziel, der HSV Plettenberg/Werdohl, letztlich verdient 27:31 (13:15) geschlagen geben, zog sich aber recht beachtlich aus der Affäre.

Für ein Überraschungsergebnis kamen die Lüdenscheider am Donnerstagabend freilich zu keiner Spielphase wirklich in Frage, denn die HSV zeigte sofort, wer Herr im Hause in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Gesamtschule am Wehberg war. Die aggressive, offensive 3:2:1-Abwehr mit den schnellen Beinen, die Coach Ziel in den vergangenen Wochen immer wieder verstärkt eingeübt hatte, bereitete den Lüdenscheidern viele unlösbare Probleme und führte häufig zu den von den Gästen erhofften Ballverlusten. Und Ballgewinn plus Tempo waren das wirksame Rezept der Plettenberger und Werdohler, die schnell ein 4:1 vorlegten. Dann gerieten sie kurz ins Straucheln, so dass die bemühte und kampffreudige HSG auf 5:6 und 6:7 wieder herankommen konnte (17.). Trotz eines sich allmählich steigernden Bahr zwischen den Pfosten lag die Schnippering-Sieben beim 8:12 (23.) und 10:15 (28.) aber wieder deutlich im Hintertreffen, weil auf Seiten der Ziel-Sieben vor allem der Halblinke Bluhm (sieben von neun Toren vor dem Wechsel) beinahe nach Belieben traf. Allerdings gestattete dann auch die eine oder andere umstrittene Schiri-Entscheidung den klassentieferen Kreisstädtern noch das 13:15 zur Pause.

Nach Wiederbeginn hatten sich die Gastgeber zwar besser auf die offensive HSV-Deckung eingestellt und vor allem Walter mit seinen Einzelaktionen immer wieder Lücken gefunden. Doch nach dem schnellen 13:19 (36.) blieb es den Lüdenscheidern lediglich vorbehalten, den Abstand in Grenzen zu halten. Über 15:21 hieß es 20:25 (50.). Näher heran kamen die Lausen und Co. im trotz lichter Spielerreihen temporeichen Duell nicht mehr wirklich, unterm Strich stand schließlich ein 27:31, mit dem beide Teams sicher leben können.

HSG: Kapp (1.-15. und ab 45.), Bahr (15. - 45.) - Füller, Kämper (3/2), Walter (7/1), Dohle (2), Kroll (2), Jaschke (3), Lausen (6/2), Kahlstadt (1), Elverfeld (3), Miossec

Werdohl: Kämmerer (1.-30.), Gerstberger (ab 31.) – Scheerer (4/2), Scheuermann (1), van der Hurk (4), Bluhm (9), Lengelsen (3), Esser (4), Traumüller (6)

Schiedsrichter: Schubert/Beckmann (Kierspe/Lüdenscheid)

Kerstin Hefendehl

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