Einseitige Angelegenheit im Duell der Verfolger

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Erzielte in der ersten Halbzeit drei der elf HSG-Tore: Kreisläufer Florian Paetz.

LÜDENSCHEID -  Vor dem Spiel trennten die HSG Lüdenscheid und den TV Westfalia Halingen nur ein Punkt. Auf dem Parkett aber waren es Welten: 21:33 (11:18) unterlagen die Bergstädter dem Titelaspiranten aus dem Nordkreis. Ohne Voss, Beckmann, Weigt und Czekalla hatte die HSG am Sonntagabend nie eine realistische Chance auf Zählbares.

Die Tücken des Spielplans: Einerseits wies er diese Partie der fünften Runde als eine Art Topspiel aus, weil die HSG mit ihrem bisher eher machbaren Programm gut gepunktet hatte. Andererseits bescherte er den Gastgebern einen Gegner mit Wut im Bauch. Die Halinger hatten vor Wochenfrist das prestige-trächtige Derby gegen Sundwig verloren und waren auf Wiedergutmachung aus. Eine Konstellation, die nichts Gutes für die HSG bedeutete. Die Westfalia gab von Beginn an vorne wie hinten Vollgas und legte nach elf Minuten eine 7:2-Führung vor. Abgesehen von kraftvollen Einzelaktionen von Baberg fand die HSG in der Offensive kein Mittel. Defensiv war sie vom Tempo und Spielwitz der Gäste um den starken Simon Warland zudem überfordert.

Erst nach dem 3:11 (14.) wurde es etwas besser. Auch wenn TVH-Trainer lautstark weiter Konsequenz in allen Aktionen forderte, spielten die Halinger nicht mehr so konsequent weiter. Den Fath-Schützlingen eröffnete dies zumindest die Möglichkeit, selbst übers Tempospiel (vor allem über Füller) zu leichten Toren zu kommen. Bis auf 9:14 kam die HSG so heran (23.). Bis zur Pause zogen die Halinger aber wieder etwas an. 11:18 – das war standesgemäß. Und es verhieß für die zweiten 30 Minuten keinerlei Spannung mehr.

HSG nun zum starken HTV Sundwig/Westig

So kam es denn auch: Die Halinger ließen weiter hier und da ihr Können aufblitzen, die Lüdenscheider hielten immerhin kämpferisch tadellos dagegen und den Rückstand so zumindest einigermaßen in Grenzen. Zwischen dem 11:21 (34.) und dem 20:30 (54.) pendelte sich der Abstand auf zehn Tore ein. Das war Christoph Gutzeit zu wenig. Er hatte noch einmal eine Auszeit bemüht. Und so legten die Halinger noch einmal bis zum 21:33-Endstand nach. Für die HSG Lüdenscheid war diese Niederlage indes kein Beinbruch, sondern einkalkuliert. Weiter geht es am Freitag im Grohe-Forum in Hemer. Dort dürfte wieder eine Art Lehrstunde warten.

HSG: Kämmerer, Prumbaum (13.-38.) – Füller (6), Bölling (4), Baberg (3), Paetz (3), Kahlstadt (2), Schlippe (2/1), Miossec (1), Opitz (1), Elverfeld, Lausen, Luft

TVH: Swiecznik, Krumscheid (n.e.), Hackmann (n.e.) – Selle (7), Bichmann (6), Ammelt (6), Warland (5/1), Diederich (2), Jurek (2), Mick, Granitza, Hennemann

Schiedsrichter: Pöse/Dietz (Plettenberg)

Zeitstrafen: HSG 5, TVH 3

Zuschauer: 200

Thomas Machatzke

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