Handball (HSG Lüdenscheid)

Vakanz nach Miossec-Abschied

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Sören Miossec gab am Freitag das Amt des Geschäftsführers der HSG ab, einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Lüdenscheid - Die Zeiten sind keine goldenen für den Handballsport, doch die HSG Lüdenscheid sieht sich auf einem guten Weg, die Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft zu meistern. Anders als vor zwölf Monaten, als am Ende der Jahreshauptversammlung der HSG ein Eindruck der Tristesse zurückblieb, vermittelte die Führungscrew diesmal trotz eines Schönheitsfehlers eine anständige Portion Aufbruchstimmung.

Der Schönheitsfehler: Zwar hat sich die HSG personell in vielen Bereichen erneuert und deutlich breiter aufgestellt. Allerdings ist die wichtigste Vorstandsposition seit gestern Abend vakant: Sören Miossec trat bei den Wahlen nicht erneut als Geschäftsführer an. Der Geschäftsführer ist im fünf Personen umfassenden geschäftsführenden HSG-Vorstand, dem außerdem der Referent für Finanzen und die Leiter Jugend, Damen und Herren angehören, der Kopf der Führungscrew. 

„Sören hat viele Dinge angestoßen, aber zuletzt hat er einfach nicht mehr die Zeit gehabt, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Es ist ein sauberer Schluss“, stellte der Leiter der Herrenabteilung, Niclas Beckmann, fest. Dem pflichtete Miossec, der der HSG treu bleiben und nach seinen Möglichkeiten weiter Aufgaben übernehmen will, bei. „Wenn ein Name auf dem Papier steht, dann tut sich auch nichts“, sagte Miossec, „nun wissen alle, dass sich etwas tun muss.“ 

Der scheidende Geschäftsführer hatte eine interessante Aufstellung mitgebracht. 2013 hatte die HSG Lüdenscheid noch 400 Mitglieder und 21 Mannschaften. Nun, Ende des Jahres 2018, sind es noch 300 Mitglieder und elf Mannschaften. „Wir sind der erste Verein gewesen, der den Bundesfreiwilligendienst genutzt hat“, sagte Miossec, der beim Rückgang in allen Bereichen und in vielen Vereinen einen signifikanten Zusammenhang zur Einführung des G8-Abiturs herstellte. „Es gibt fast überall weniger Mannschaften, daraus folgend kleinere Ligen, weniger Spiele, weitere Fahrten“, stellte er fest, „in Zukunft wird man viel mehr über Turnierformen nachdenken müssen. Und auch über Kooperationen zwischen den Vereinen.“ 

Die HSG will derweil erst einmal alleine noch eine Menge bewegen. Die erfreulichste Entwicklung hat der Frauenbereich genommen, dies stellten Falko Jacob und Detlef Nebert in ihren Berichten auch heraus. Auch einen neuen Leiter der Damen-Abteilung, wie dieser Bereich noch immer offiziell heißt, stellte die HSG vor: Falk Baberg wird nach Abschluss seines Studiums in die Bergstadt zurückkehren und ab Februar – im Januar will er seine Doktorarbeit fertigstellen – diese Abteilung führen. Der Posten war zuletzt vakant gewesen. 

Neu im geschäftsführenden Vorstand ist neben Baberg, Niclas Beckmann (Leiter Herren) und Peter Werner (Leiter Jugend) auch Nicola Körbi, die von der Versammlung zur Referentin für Finanzen gewählt wurde. Diesen Posten hatte man 2017 nicht besetzen können. 

Komplett abgedeckt ist der Bereich der fünf Stellvertreter (die nicht im geschäftsführenden Vorstand vertreten sind). Zu Peter Werner (stellvertretender Geschäftsführer), Sabine Kutzehr (stellvertretende Leiterin Finanzen), Andreas Nozulak (stellvertretender Leiter Jugend) und Falko Jacob (stellvertretender Leiter Damen) gesellt sich auch hier ein neues Gesicht: Felix Kroll, Co-Trainer des Landesliga-Teams, ist neuer stellvertretender Leiter der Herren-Abteilung. 

Dass auch die letzte vakante Position im engen Führungszirkel besetzt wird, darauf hofft Beckmann nun. „Ja, der Geschäftsführer hat viel Verantwortung, aber er hat nun auch ein gutes Team hinter sich“, sagte Beckmann, der im Anforderungsprofil von einer Person sprach, die repräsentieren und Visionen entwickeln soll. „Wir sind im Gespräch mit einem solchen Kandidaten. Es gibt die Hoffnung, dass wir schon im Januar einen Schritt weiter sind.“

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