Personeller Rückschlag für die HSG Lüdenscheid

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Auf Torjäger Phil Lausen wird die HSG möglicherweise die gesamte Hinrunde verzichten müssen. Das bedingt eine signifikante Umstellung des Spielsystems.

Lüdenscheid - Selten hat ein Trainingslager so viel Vorbereitungszeit erfordert: Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid zieht am Wochenende seine 1. Mannschaft zur Intensiv-Vorbereitung auf die neue Saison in der BGL-Sporthalle zusammen. Es wird ein Wochenende im Zeichen des Sports. Aber eben auch im Zeichen der Corona-Schutzmaßnahmen.

Die HSG-Funktionscrew um Teammanager Michael Mirus blickt dabei schon über das Wochenende in Richtung Saison voraus, stimmt sich momentan mit der Stadt Lüdenscheid ab, wie in Zeiten der Pandemie ein Heimspieltag aussehen könnte. „Wir sind mit unserem Konzept schon sehr weit“, sagt Mirus, „aber es gilt halt, viele Dinge zu beachten und natürlich auch das entsprechende Personal zur Umsetzung zu haben.“ Angefangen bei der Registrierung jedes Zuschauers über die Abstandsregelungen auf der Tribüne bis hin zu Hygienemaßnahmen beim Verkauf (Stichwort: Spuckschutz) – Mirus hat alles auf dem Zettel. Aber: Final abgenickt ist das Konzept von der Stadt noch nicht, so dass das Trainingslager, und hier natürlich vor allem die beiden Testspiele, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Los geht’s am Samstag um 10 Uhr mit der ersten Einheit unter Trainer Stephan Nocke, nach den ersten zwei Stunden auf der „Platte“ gibt es Mittagessen, ehe ab 13.30 Uhr die zweite Runde auf dem Programm steht. Weiteren zwei Stunden Praxis folgt Taktik-Theorie, denn unverhofft hat sich eine nicht unerhebliche Baustelle aufgetan bei den Bergstädtern.

Torjäger Phil Lausen musste sich einer Kniearthroskopie unterziehen, in deren Rahmen ein Stück des Meniskus entfernt wurde. Im HSG-Lager rechnet man damit, dass der wurfgewaltige Rückraumlinke womöglich für die gesamte Hinrunde ausfallen wird. Das bedingt natürlich eine signifikante Umstellung des Spielsystems. Hin zu mehr Tempo über erste und zweite Welle lautet die Devise, auch in der Abwehr muss sich Chefcoach Stephan Nocke Änderungen einfallen lassen. „Wir werden viel mehr mit ‘schnellen Beinen’ arbeiten müssen“, sagt Michael Mirus.

Gelegenheit, die Maßnahmen direkt unter Wettkampfbedingungen zu testen, gibt es am Wochenende gleich zweimal. Am Samstag (16.30 Uhr) geht es gegen den Landesligisten SC Münster 08, am Sonntag (15 Uhr) bildet ein freundschaftlicher Vergleich mit Bezirksliga-Aufsteiger SGSH Dragons III den Abschluss des Wochenendes, an dem auch der gesellige Teil nicht zu kurz kommen soll.

Gemeinsam mit Samstag-Gegner SCM geht es abends noch auf ein, zwei Bier in die Stadt – auch das gehört zu einem Trainingslager dazu. Das HSG-Aufgebot wird an beiden Tagen nahezu komplett sein. Neben Rekonvaleszent Phil Lausen fällt nur Ben Schmidt (Urlaub) aus.

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