Handball: Frauen-Landesliga

Halbzeit eins lässt HSG-Frauen strahlen

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Traf beim souveränen HSG-Sieg gegen RSVE Siegen gleich neunmal ins Schwarze: Melanie Schäfer.

Lüdenscheid/Schalksmühle - Die Landesligahandballerinnen der HSG Lüdenscheid sind zumindest in Heimspielen noch zu außergewöhnlichen Auftritten in der Lage, die SGSH-Frauen hingegen mussten am Wochenende pausieren.

Selbst wenn die Tribünen wie am Samstag nur mäßig besetzt sind. Nach einer über weite Strecken hervorragenden ersten Halbzeit zwang die Köster-Sieben den RSVE Siegen klar mit 24:16 (16:5) in die Knie. Gut zehn Minuten war das Duell gegen den durch Grippewelle geschwächten Gast zerfahren. 

Doch mit dem 4:2 durch Lorena Lange nahmen die Gastgeberinnen Fahrt auf. Mit aggressiver 5:1-Deckung mit Annika Worobey auf der Spitze nahm die HSG den Siegerländerinnen frühzeitig die Luft zum Atmen: Die Schäfer und Co. fanden gegen die 6:0-Deckung des RSV – eigentlich probates Mittel gegen die HSG – immer wieder Lösungen zum Abschluss und wirbelten den bedauernswerten RSV wie ein Orkan durcheinander, der zudem – nicht ganz zu Unrecht – mit Entscheidungen der Unparteiischen Hartwig/Schiffke haderte. 

Über 9:3 (20.) „flog“ die HSG auf 16:5 davon. Ehrenwert für die Gäste, dass sie nicht aufgaben, sondern der HSG mit der Umstellung auf eine 4:2-Deckung erheblich zusetzten. Bis zum 21:10 blieb der Abstand zwar konstant, doch als der Gast dann durch Keeperin Pfotenhauer – wehrte nicht nur drei Siebenmeter ab – das Tor ab Minute 43 förmlich vernagelte, blieb die HSG fast elf Minuten ohne Treffer. 

Auch weil neben der Schwäche vom Punkt (insgesamt vier vergebene Marken) die Außen diesmal kaum stachen und sie sich hektisch viele Ballverluste erlaubte. Da aber Torhüterin Denise Seckelmann und Vorderleute defensiv weiter zuverlässig auf gutem Niveau arbeiteten, brannte nichts an: 21:13 hieß es, bevor Schäfer den Bann brach (54.).

 HSG: Seckelmann (1.-55.), Langhammer (ab 55.) – Hein (2), Gruhn (2), Otters, Schäfer (9), Pleuger (4/4), Schmidt, Schmale, Lukowski (1), Worobey (1), Lange (5) 

RSV: Weil (1.-30.), Pfotenhauer (ab 30.) – Herrmann (3), Otten (3), Reusch, Möller (1), Stöven (5/1), Scheben (2/1), Pletz (1), Schöler (1) 

Schiedsrichter: Hartwig/Schiffke (Hagen) 

Zeitstrafen: HSG 2, RSV 4

Unfreiwillig spielfreies Wochenende für die Landesliga-Handballerinnen der SG Schalksmühle-Halver: Aus personellen Gründen musste die Mannschaft von Tina Pfaffenbach und Dominic Luciano die Samstags-Partie bei der HSG Gevelsberg/Silschede absagen. Die Begegnung wird nicht nachgeholt, sondern mit 2:0-Punkten für die Gastgeberinnen gewertet. 

Schon in der zurückliegenden Woche hatte sich abgezeichnet, dass die SGSH nur mit einem dünn besetzten Kader in die Gevelsberger Sporthalle West würde fahren können. Als sich kurzfristig auch noch die einzige verbliebene Torfrau Hannah Steinacker aus dringenden privaten Gründen abmelden musste, war die SGSH nicht mehr spielfähig. Der Bitte um kurzfristige Verlegung entsprach die HSG nicht. Somit muss auch SGSH-Neuzugang Petra Maras noch eine Woche auf ihr Debüt im rot-weißen Dress warten. 

Die Kreisläuferin, die zuletzt für ZRK Osijek in der 1. und für ZRK Dardae in der 2. kroatischen Liga spielte, lebt seit Ende vergangenen Jahres in Deutschland und hinterließ beim Probetraining einen nachhaltigen Eindruck. „Richtig stark“, sagt Co-Trainer Dominic Luciano über die 21-Jährige, „sie wird uns im Abstiegskampf mit Sicherheit helfen."

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