Kaltstart der besonderen Art an der Stählerwiese

+
Der Ex-Ferndorfer Florian Diehl (Mitte) fehlt der SGSH am Freitagabend in Ferndorf: Diehl trägt aufgrund einer Knochenabsplitterung am Kahnbein der linken Hand aktuell einen Gips.

Schalksmühle - Drei spielfreie Wochenenden liegen hinter den Handballern des TuS Ferndorf und der SG Schalksmühle-Halver in der 3. Liga West. Das Ende der kleinen Winterpause hat es mit dem Südwestfalenderby am Freitag um 20 Uhr an der Stählerwiese in Kreuztal in sich. Es ist ein Kaltstart der ganz besonderen Art fürs Duo aus dem Handballkreis Lenne-Sieg.

Von Thomas Machatzke 

Zum Hinrundenauftakt trafen beide Ende August in Halver aufeinander. Auch da war es ein ersten Saisonspiel, vor dem beide gefühlt tausend Testpartien absolviert hatten. So war es ein Auftaktmatch, das sich überhaupt nicht danach anfühlte. Kein Abtasten, keine hohe Fehlerquote, dafür umso höheres Tempo, Rasse und Klasse: Die Anhänger in Halver haben seit jenem letzten Samstag im August kein besseres Spiel mehr zu sehen bekommen als jenes, in dem die Ferndorfer imposant die erste Halbzeit dominiert und die SGSH in der zweiten Hälfte die nicht für möglich gehaltene Wende geschafft hatte.

Und heute? Die Ferndorfer sind Halbzeitmeister und aktuell mit einem Spiel weniger als Spitzenreiter Hagen Tabellenzweiter. Die SGSH ist sorgenfreier Siebter, hat auch eine sehr anständige Halbserie hinter sich. Allerdings haben beide Kontrahenten trotz der mehrwöchigen Pause ihre personellen Päckchen zu tragen. Beim TuS fehlen David Breuer (nach langer Krankheit) und Niklas Weis (Kniefraktur). Die SGSH muss auf Florian Diehl verzichten. Der Ex-Ferndorfer trägt zum Auftakt des neuen Jahres wieder einen Gips. Am Kahnbein der linken Hand ist ein Stück vom Knochen abgesplittert. Damit hat Diehl im Dezember gespielt. Nach einem MRT-Termin muss nun allerdings entschieden werden, wie es weitergeht. Auch eine längere Pause scheint nicht unwahrscheinlich.

Eine solche hat Christian Feldmann hinter sich. Der Spielmacher trainiert inzwischen, allerdings noch vorsichtig. „Er hat noch keine volle Trainingseinheit durchgezogen“, sagt Trainer Mathias Grasediek, „vielleicht reicht es für ein paar Minuten – aber richtig Sinn macht es noch nicht.“

Seit Freitag hat Grasediek sein Team wieder im Training. Doch richtig zufrieden ist er nicht. „Ich hätte mir gewünscht, dass der eine oder andere in der Pause fleißiger gewesen wäre“, sagt der Trainer, „daraus werden wir unsere Lehren ziehen.“

Der Gegenstoß als stärkste Ferndorfer Waffe

In Kreuztal sieht Grasediek sein Team ohne jeden Druck. „Natürlich ist es schön, in einem Derby zu punkten, aber es ist für uns kein Spiel, in dem man unbedingt punkten muss“, sagt er, „wir wollen möglichst lange dranbleiben – dann wird der Druck am Ende für die Ferndorfer immer größer.“ Trotz des Ausfalls von Breuer und Weis sieht Grasediek beim Gastgeber weiter eine überragende Qualität.

„Mit Koke und Simon Breuer hat der TuS zwei herausragende Spielmacher, die beide ein Spiel lesen können. Außerdem hat er ein gefestigtes Abwehrsystem und mit Puhle einen richtig guten Torhüter – da ist der größte Qualitätssprung gelungen. So ist der Gegenstoß die größte Waffe.“ Eine Waffe, die die SGSH mit starkem Rücklaufverhalten entschärfen will. Es wäre der erste Schritt, jenen Überraschungscoup aus dem August zu wiederholen und mit einem Paukenschlag ins Handballjahr 2015 zu starten.

SGSH: Skabeikis, Formella – Krüger, Fleischhauer, Oberste, Dmytruszynski, Feldmann, Rydz, Mayer, Luciano, Müller, Buff, Jansen, Wardzinski

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare