SGSH stellt neuen Trainer vor

SGSH: Stefan Neff wird Grasediek-Nachfolger

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Vertrag unterschrieben: Mark Wallmann, Stefan Neff und Ken Börner.

Schalksmühle - Der Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver hat die Nachfolge für die im Sommer 2016 scheidenden Trainer Mathias Grasediek und Axel Meyrich geregelt. Neuer Coach am Löh wird der 29-jährige Hagener Stefan Neff, der aktuell den Liga-Rivalen TuS Volmetal trainiert.

Am Dienstagabend teilte die SGSH die Verpflichtung von Neff in einer Pressemitteilung mit. Am Samstag hatte der Fachangestellte für Arbeitsförderung seine neue Anstellung im Fachbereich Handball unterschrieben. Am Montagabend wurde der Vorstand des TuS Volmetal informiert, am Dienstag im Laufe des Tages dann die Mannschaft der SGSH - und am Abend im Rahmen einer Teamzusammenkunft auch das Team des TuS Volmetal. Erst danach gingen die Verantwortlichen mit der wichtigen und nicht unbrisanten Personalie an die Öffentlichkeit.

Für die SGSH ist Stefan Neff die langfristige Wunschlösung. Eine bodenständige Lösung zudem, kein großer Name aus der großen Handballwelt, sondern ein ehrgeiziger Aufsteiger aus dem näheren Umfeld. Der Hagener ist einer der jüngsten A-Lizenz-Inhaber, die es in Deutschland gibt – bereits seit 2014 hat er diese Trainer-Lizenz.

Verletzung stoppte Neff als Spieler

Selbst spielte Neff nur bis zu seinem 17. Lebensjahr Handball. Erst bei der SG TuRa Halden-Herbeck, dann beim VfL Eintracht Hagen, war dabei ein äußerst talentierter Spielmacher, den aber eine schwere Knieverletzung viel zu früh ausbremste. So wurde Neff Trainer, gewann mit der C-Jugend in Hagen zweimal die Westdeutsche Meisterschaft und wechselte danach an die Handballakademie in Gummersbach, wo er unter anderem den heutigen Nationalspieler Paul Drux, aber auch die Oberbergischen im SGSH-Kader, Malte Müller und Julian Mayer, formte. Nach dieser Zeit (2008 bis 2011) übernahm Neff den TuS Volmetal im Verbandsliga-Abstiegskampf, schaffte den Klassenerhalt und führte den Verein in der Folge erst in die Ober- und dann im Frühjahr 2015 sogar in die 3. Liga - aktuell arbeitet er in Hagen-Dahl mit drei ehemaligen Akteuren der SGSH: Jan Stuhldreher, Kevin Herzog und Niklas Polakovs.

Neff will ohne einen Co-Trainer arbeiten

In Schalksmühle wird Neff die Aufgaben als alleinverantwortlicher Trainer übernehmen - einen Co-Trainer hat sich der Hagener nicht gewünscht. Und neben der Übernahme des Drittliga-Teams soll der 29-Jährige auch Aufgaben in der Trainer-Ausbildung des Gesamtvereins und beim Juniors-Nachwuchs übernehmen. Auch dies ist im Vertragswerk festgeschrieben. „Wir wollten ihn und er wollte zu uns, es hat einfach sofort gepasst“, stellt der 1. Vorsitzende der SGSH, Ken Börner, in der Pressemitteilung des Vereins fest. Börner hatte gemeinsam mit seinem Stellvertreter Markus Knuth und dem Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, Mark Wallmann, die Verhandlungen mit Neff geführt.

Des einen Freud, des anderen Leid: Der TuS Volmetal, der nach zuletzt acht Niederlagen in Serie als Tabellenvorletzter mitten im Abstiegskampf der 3. Liga West steckt, dürfte die Nachricht wenig erfreut zur Kenntnis genommen haben, geht er die schweren Aufgaben der nächsten Monate doch nun mit einem Trainer an, der im Sommer den Verein verlassen wird.

Die Stimmen der Beteiligten

Stefan Neff über seine Zeit in Volmetal und seine Zukunft:  „Die Zeit in Volmetal war und ist toll, aber nach 4 ½ Jahren suche ich als junger Trainer eine neue Herausforderung. Als Hagener habe ich die stetige Entwicklung der SGSH zu dem heutigen etablierten Drittligisten über Jahre beobachtet. Der Verein ist sehr professionell geführt, steht wirtschaftlich gesund da, hat aber seine familiäre Atmosphäre mit der tollen Fan-Kultur immer bewahren können. Ich habe bei meiner Entscheidung ein richtig gutes Gefühl. Doch bis zum Mai 2016 werde ich weiter für den TuS Volmetal Vollgas geben und mit der Volmetaler Mannschaft den Klassenerhalt schaffen."

Ken Börner über den Trainerwechsel: „Jeder weiß, dass wir die Trainer nicht schnell wechseln und unsere Zusammenarbeit immer langfristig angelegt ist. Mathias Grasediek hat diesen Verein mit seiner Persönlichkeit und seiner Arbeit maßgeblich geprägt und unsere erste Mannschaft in der 3. Liga etabliert. Und wenn man dann etwas Neues wagt, dann kann das kann nur funktionieren mit jemandem, der in unsere Handballfamilie passt.“

Stefan Neff über seine Arbeit und die neue Herausforderung: „Ich komme aus der erfolgreichen Jugendarbeit und gebe jungen Spielern immer eine Chance. Ich freue mich aber auch riesig darauf, in Schalksmühle und Halver mit den internationalen Spielern, die aus so unterschiedlichen Handballschulen kommen, zusammenzuarbeiten. Eine Mannschaft weiter zu entwickeln aus Jung und Erfahren, aus der Region und Europa – das ist spannend und eine tolle, neue Herausforderung. Und ich hoffe natürlich, dass ich mit meiner Arbeit auch dem gesamten Verein neue Impulse geben kann. Jeder hier soll ein Gefühl dafür entwickeln können, ein wichtiges Mitglied der SGSH-Familie zu sein und jeder soll die Chance bekommen, die er verdient.“

Ken Börner über die gemeinsamen Ziele: "Wir möchten uns mit Stefan Neff auf Dauer im oberen Drittel der 3. Liga etablieren. Genauso wollen wir mit seiner Hilfe noch viel mehr zur Anlaufstelle Nummer eins für die Talente aus der Region werden. Nur so können wir in der Jugendarbeit unser Fundament verstärken und damit unseren Verein für die Zukunft sichern.“

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