Handball, 3. Liga West

SGSH: Wiederkehrende Auszeiten

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Die richtige und die falsche Körpersprache: Marcel Görden (rechts) feiert eine gelungene Krefelder Abwehraktion. In den Gesichtern von Julian Mayer (links) und Alexandre Brüning (Mitte) dagegen steht ein hadernder Ausdruck.

Schalksmühle - Die Ahlener Niederlage in Volmetal rettete der SG Schalksmühle-Halver das Wochenende. „Es sind weiter sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, und es ist nun ein Spieltag weniger“, stellte Stefan Neff zwei Tage nach dem 23:24 (8:13) gegen Krefeld fest, „wir sind dem Saisonziel einen Schritt näher gekommen.“

Die Zähler gegen Krefeld hätte Neff gleichwohl gerne mitgenommen. „Es wäre schön gewesen, diese beiden Punkte einzusammeln und den Vorsprung noch weiter auszubauen“, sagt Neff, „aber nun fahren wir nach Lemgo – vielleicht holen wir dort Punkte, die nicht eingeplant sind. Wir sind in der Rückrunde näher dran an diesen Gegnern. Sieg, Unentschieden oder Niederlage – ich denke, dass dort alles prozentual gleich möglich ist.“

Auch wenn die Krefelder am Samstagabend am Löh mit ihrem Rumpfkader eine richtig starke Teamleistung mit zwei deutlichen Ausreißern nach oben (Görden, Nippes) abriefen, war die Niederlage für Neff eine schwer verdauliche. „In den Spielphasen, in denen es nicht so gut läuft, geht viel zu schnell die richtige Körpersprache verloren. Wir haben Krefeld in den 17, 18 Minuten vor der Pause gar nichts mehr entgegen gebracht“, analysierte der Trainer, „in solchen Phasen muss man sich durchbeißen und versuchen, wenigstens mit nur zwei Toren Rückstand in die Pause zu gehen. Dann hat man auch die Chance, so ein Spiel zu drehen. Zwei, drei Gegentore dürfen uns nicht so aus der Bahn bringen. Man muss es dann trotzdem hinbekommen, dass die Körpersprache eine andere ist.“ 

Gerade in den Heimspielen am Löh zieht es sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass sich die SGSH mehr Auszeiten nimmt, als es ihrem Spiel gut tut. Im Hinspiel gegen Lemgo dauerte die Auszeit quasi 60 Minuten. Gegen Minden II, beim einzigen Heimsieg am Löh, verspielte das Neff-Team eine 18:10-Pausenführung bis zum 20:20 und kriegte gerade noch die Kurve. Nun im neuen Jahr gegen Longerich und Krefeld hakte es gerade offensiv in zu langen Phasen, um am Ende Zählbares mitzunehmen. 

Der Blick nach vorn: In Lemgo – gegen die Lipperländer zeigten die Handballer aus Halver und Schalksmühle in der Hinserie ihre schwächste Saisonleistung – wartet nun eine neue Art von Herausforderung auf die SGSH-Handballer: Erstmals in dieser Saison steht am 19. Spieltag ein Sonntags-Spiel auf dem Programm. Freitags hat die SGSH bereits viermal gespielt, der Samstags-Termin ist die Regel. Und nun also eine Sonntagsfahrt nach Ostwestfalen, der zwei Wochen später am 19. Februar ein Sonntags-Heimspiel folgt. Gegen die Ahlener SG weicht die SGSH vom Samstagabend-Termin ab. „An diesem Abend war in Halver die Halle belegt“, sagt Neff, „außerdem gehen wir durch die Verschiebung auf den Sonntag dem Derby zwischen Volmetal und Eintracht Hagen aus dem Weg.“ 

Mit dem Heimspiel gegen Ahlen könnte möglicherweise auch vorzeitig das Klassenziel erreicht werden, denn am 11. Februar gegen Ratingen und dann daheim am 19. Februar gegen Ahlen könnte die SGSH wohl mit Heimsiegen gegen die Kellerkinder die letzten Zweifel am Klassenerhalt, die auch im Moment eher theoretisch anmuten, vertreiben. Und wenn vorher noch Bonuspunkte in Lemgo dazukämen, wäre es der SGSH natürlich recht.

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