Handball, 3. Liga West

Hecker-Tor rettet Dragons einen Punkt

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Ante Vukas (links, im Gespräch mit Dominic Luciano) zeigte in Spenge eine herausragende Leistung.

Spenge - Am Ende stand im Hexenkessel der Realschulhalle an der Immanuel-Kant-Straße in Spenge eine Punkteteilung, doch wenngleich es für die SGSH Dragons in der 3. Liga West erst der zweite Punktverlust der Saison war, war Trainer Stefan Neff mit dem 25:25 (12:14) gar nicht unzufrieden.

„Hier werden noch viele verlieren“, stellte Neff nach 60 intensiven, wenngleich nicht immer hochklassigen Minuten fest, „das Unentschieden war gerecht. Mehr war mit der gezeigten Leistung nicht drin.“ 

Am Ort, an dem sich Spitzenreiter HSG Krefeld zum Saisonstart seine einzigen beiden Verlustpunkte einfing, kam die SGSH eigentlich gut ins Spiel, führte schnell 2:0, durfte nach früher Zeitstrafe gegen Tesch rasch in Überzahl agieren. Doch die Dinge waren nicht so leicht wie sie schienen. 

Die Spenger kämpften sich über ihre 6:0-Abwehr in die Partie, erst recht ab Minute 20, denn ab dieser Minute hielt hinter dieser Abwehr Kevin Becker ganz ausgezeichnet. Nun hatten auch die Dragons vor der Pause ihren großen Pluspunkt im Tor: Es waren gar nicht einmal die großen Paraden von Ante Vukas in den ersten 30 Minuten, doch Vukas schien die TuS-Werfer mitunter zu paralysieren. Breuer und Brezina verwarfen die ersten vier Siebenmeter der Gastgeber – drei der vier Würfe landeten am Pfosten. Dazu kamen zwei vergebene Gegenstöße. 

Dass Spenge zur Pause trotzdem 14:12 führte, war ein unbestechlicher Hinweis, dass beim Gast in den ersten 30 Minuten vieles ganz und gar nicht so funktioniert hatte wie erhofft. Nach dem guten Start und noch vor dem Becker-Paraden hatten sich viele kleine, leichte Fehler eingeschlichen, die vom TuS mit Tempospiel bestraft wurden. Dass die Dragons zur Pause überhaupt noch für Zählbares in Frage kamen, hatte auch etwas mit der Fahrlässigkeit des Holtmann-Teams im Abschluss zu tun. 

Die zweite Hälfte sollte beim Gast allerdings die deutlich bessere werden. Übrigens auch bei Ante Vukas. Hatte er vor dem Wechsel davon profitiert, dass die Spenger den Ball nicht an ihm vorbei ins Tor bekommen hatten, so parierte er nun gegen die Außen, den Rückraum, beim Gegenstoß. Es war eine formidable Leistung, allerdings hielt auch sein Gegenüber Kevin Becker weiter überragend. Das Duell der Torhüter, es überstrahlte alle anderen Duelle. 

Dass sich die Spenger gegen die nun deutlich kompaktere Abwehr der Dragons immer schwerer taten und beim Gast auch offensiv so mancher Trumpf stach, vor allem Lukas Hüller in der Spielmacherrolle ein starkes Spiel machte – es machte die Partie nun zu einer völlig offenen. Es dauerte bis zur 51. Minute, dann führten erstmals wieder die Dragons (21:22, Sackmann), die vorher selbst in einer doppelten Überzahl nicht vom Punkt gekommen waren. 

Doch es blieb auch nach dem 21:22 eng. Als nach dem 23:24 Luciano auf die Strafbank musste, Tesch zum 24:24 traf und Klasmann im Gegenzug vergab, war auf einmal Spenge wieder am Drücker (58.). Und tatsächlich gingen die Hausherren vor 550 Zuschauern durch einen verwandelten Siebenmeter von Youngster Justus Aufderheide wieder 25:24 in Führung. 

29 Sekunden vor dem Ende nahm Stefan Neff die letzte Auszeit, brachte den siebten Feldspieler. 13 Sekunden vor Schluss traf Youngster Fabian Hecker zum 25:25. Direkt danach legte auch Holtmann die grüne Karte. Zwölf Sekunden blieben Spenge. Eine Chance – die nahm sich im 7:6 Nils van Zütphen in allerletzter Sekunde, doch ein letztes Mal parierte Ante Vukas. Dass der Abpraller beim Spenger Kreisläufer landete und der wohl einen Siebenmeter bekommen hätte – es spielte keine Rolle mehr, denn die Zeit war abgelaufen. 25:25 – das war gerecht, und ein Punkt mehr für die Dragons als für Krefeld bei diesem heimstarken Gegner...

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