SGSH reist zum Abstiegskampf in die Börde

+
Malte Müller und die SG Schalksmühle-Halver reisen am Sonntag zum Soester TV.

Schalksmühle - Ein Sonntagsausflug der besonderen Art erwartet die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver am Wochenende: Um 17 Uhr tritt das Markovic-Team am Sonntag in der Halle des Börde-Berufskolleg beim Soester TV an.

Partien zwischen Handballern des STV und der SGSH haben seit Jahren ihren eigenen Charakter.  Ein Derby mag man die Spiele ob der Distanz von rund 80 Kilometern zwischen den Spielorten kaum nennen, doch in der Vergangenheit hatten die Vergleiche doch immer die Brisanz eines Derbys, vielleicht auch deshalb, weil zum Einzugsgebiet beider Vereine der Großraum Dortmund mit seinen Handball-Talenten, für die es in der Bierstadt keine höherklassige Verwendung mehr gibt, gehörte. In diesem Jahr steht das Duell zudem wieder im Zeichen des Abstiegskampfes. Aktuell belegen die Soester als Tabellen-14. den ersten Abstiegsplatz, die SGSH hat einen Zähler mehr und ist 13. des Klassements. Im Falle einer Niederlage rutscht die Mannschaft von Dragan Markovic wieder auf einen Abstiegsplatz, im Siegfalle werden es drei Punkte Vorsprung sein. Das Hinspiel gewannen die Bördestädter in Halver überraschend 30:28, zeigten dort eine starke Vorstellung. Es war das Spiel, das im SGSH-Lager der Vorläufer zu den Trainer-Diskussionen direkt im Anschluss an die darauffolgende Partie beim TuS Volmetal war.

Das Spiel, das seinerzeit bei Teilen des Vorstandes die Stimmung gegen das Trainerduo Grasediek/Meyrich offensichtlich nachhaltig kippen ließ. Schnee von gestern ist dies, wenngleich Dragan Markovic vor seinem vierten Spiel auf der SGSH-Bank sagt: „Ich will diese Punkte zurückhaben.“ Der Bosnier hat in dieser Woche die positiven Auswirkungen des Sieges gegen Minden II gespürt. „Die Spieler hatten Freude im Training“, sagt er, „so ist es viel einfacher zu arbeiten.“ Am Donnerstag sollte auch Florian Diehl wieder ins Training einsteigen. Ob es bei ihm bis zum Sonntag reichen wird, vermochte Markovic noch nicht zu sagen. Fehlen werden weiter Feldmann und Merhar. Vor den Soestern, die im Sommer noch als erster Absteiger gehandelt wurden, hat der bosnische Nationalcoach Respekt. „Die Liga ist so ausgeglichen, jede Mannschaft hat ihre eigenen Qualitäten“, sagt Markovic, „sie spielen sehr organisiert und stellen eine gute Deckung. Wenn dann der Torwart noch einen guten Tag hat, wird es für jeden Gegner schwer.“

SGSH mental im Vorteil

Torwart Dennis Zielony ist einer von zwei Ex-SGSH-Akteuren im Kader des STV neben Alex Brauckmann. Besondere Schwierigkeiten machten der SGSH in der Vergangenheit aber vor allem immer wieder die quirligen Bekel-Brüder. Sei’s drum: Am Sonntag will die SGSH die Hürde in Soest unbedingt nehmen. „Das Spiel hat eine unheimlich große Bedeutung für beide“, sagt Markovic, sieht sein Team mental aber im Vorteil: „Für Soest ist es noch wichtiger: Sie spielen zu Hause und dürfen sich nichts erlauben. Für uns ist es die Chance, sich auf drei Punkte abzusetzen.“ Genau das ist der Plan der SGSH für den Sonntag. Für ein bisschen mehr Ruhe in den nächsten Wochen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare