Emotionen als Erfolgsfaktor gegen das Team vom Rhein

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Durchbeißen auf dem Weg zum Klassenerhalt: Daniel Buff trifft mit der SGSH auf den ART Düsseldorf. Auch der Kreisläufer geht nicht problemfrei in die Partie gegen die Sieberger-Schützlinge.

Schalksmühle - Eine Woche nach dem ersten Sieg im Kalenderjahr 2014 will die SG Schalksmühle-Halver in der 3. Liga West nicht nur nachlegen – sie muss es sogar. Zu Gast ist nämlich der Tabellenvorletzte ART Düsseldorf. Da sind am Samstagabend an der Mühlenstraße (Anwurf 19.30 Uhr) zwei Pluspunkte fast eingeplant.

Von Thomas Machatzke

„Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Trainer Mathias Grasediek, „die anderen können nun punkten – wenn wir auch gewinnen, dann ist das egal.“ Im Brustton der Überzeugung fügt er hinzu: „Das lassen wir uns jetzt nicht mehr nehmen.“

Im Fernduell des 25. Spieltags geht der Blick also auch auf die Partien des VfL Gladbeck (gegen Aurich) und des Neusser HV (gegen den VfL Gummersbach II). Aber nicht in erster Linie. „Zuallererst müssen wir auf uns schauen“, sagt Grasediek, „wir müssen unsere Leistung abrufen und wollen natürlich auch den Schwung und die Begeisterung aus dem Duisburg-Spiel mitnehmen. So wie da die Stimmung am Ende war, so muss sie am Samstag von der ersten Minute an sein. Keiner soll glauben, dass es von alleine geht.“

Damit dies keiner glaubt, redet Mathias Grasediek auch nicht von der 20:38-Niederlage der Düsseldorfer in der Vorwoche gegen Ferndorf, sondern lieber vom Punktgewinn gegen Leichlingen, der noch nicht lange her ist. Oder von den denkbar knappen Niederlagen in Gummersbach und gegen Duisburg. Und er erinnert ans Hinspiel. Da hatte die SGSH in der Landeshauptstadt eigentlich bereits verloren – und drehte die Partie in den Schlussminuten auf ziemlich unglaubliche Art und Weise, siegte noch 24:22.

„Für die Düsseldorfer ist es die allerletzte Chance“, sagt Grasediek, „alles oder nichts: Natürlich ist da Druck, aber die Situation kann auch befreiend sein.“ In der 6:0-Abwehr, die der SGSH im Hinspiel große Probleme machte, fehlt immerhin der an der Schulter operierte Markus Neukirchen. Damit sollte zumindest der Innenblock nicht mehr gar so imposant daherkommen.

Grippewelle im SGSH-Lager

Fragezeichen gibt es allerdings auch im Lager der SGSH. In den Trainingseinheiten am Montag und Dienstag mussten Diehl, Dmytruszynski, Polakovs und Hermann (alle krank) passen. Daniel Buff klagt zudem über Kapselverletzungen an beiden Händen. Der an den Bändern verletzte Alex Brauckmann trainierte zudem mit einer Manschette.

„Es wartet ein superschweres Spiel auf uns“, sagt Grasediek, „ich hoffe ganz einfach, dass wir dieses Spiel relativ komplett bestreiten können.“ Und dann hofft er auch noch auf den emotionalen Faktor in Halver. „Das Spiel gegen Duisburg hat uns Spaß gemacht und den Zuschauern auch“, sagt er, „jeder, der da war, soll wiederkommen und noch einen Zuschauer mitbringen. Dann wird’s gegen Düsseldorf auch sicher etwas werden mit einem Sieg...“

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