Zu viele Hindernisse auf der Tour an den Niederrhein

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Nicht nur die Krefelder Abwehr war für Florian Diehl und die SGSH auf der Tour zum Niederrhein ein Hindernis

KREFELD -  Auf dem Weg ins gesicherte Tabellenmittelfeld der 3. Liga West gibt es so manches Hindernis zu überwinden. Vor den Handballern der SG Schalksmühle-Halver türmten sich am Samstag zu viele auf – im Gastspiel bei der HSG Krefeld verlor das Grasediek-Team 27:29 (15:15) und verpasste es damit, einen Schritt auf diesem angestrebten Weg zu gehen.

Die ersten Hindernisse lauerten noch vor der Sporthalle in Königshof. Ein Stau und eine Großfahndung, die den Verkehr lahmlegte, bremsten die SGSH, die ohne Niklas Polakovs (Muskelfaserriss im Abschlusstraining) antrat, auf der Reise an den Niederrhein aus. Drei Stunden benötigte das Team, kam erst um 19.30 Uhr an der Halle an. Der Spielbeginn wurde deshalb von 20 Uhr auf 20.15 Uhr verschoben. Umso erstaunlicher war, dass die SGSH eigentlich sehr ordentlich begann. In der Offensive setzte Maciej Dmytruszynski die Akzente, hinten arbeitete das Team ebenfalls gut. So stand nach 17 Minuten eine 10:7-Führung zu Buche.

Doch es war nicht so leicht wie es bis dahin schien, ganz im Gegenteil. Das nächste Hindernis, das sich der SGSH auf dem beschrittenen Pfad in den Weg stellte, war Philipp Ruch. Der OHV Aurich hatte Ruch vor einer Woche mit einem Kopftreffer außer Gefecht gesetzt, gegen die SGSH aber war Ruch wieder voll da. Das war keine gute Nachricht für den Gast, denn Ruch entschied das Torwartduell gegen Dominik Formella (bis 37.) und Mareks Skabeikis unterm Strich klar für sich. Mit Ruch-Paraden und – aus SGSH-Sicht zu vielen – leichten Toren glich die HSG bis zum 15:15-Pausenstand wieder aus.

Das Problem der leichten Tore blieb auch nach dem Wechsel. „Wir müssen anerkennen, dass die Krefelder im Umschaltverhalten klare Vorteile hatten“, stellte SGSH-Co-Trainer Axel Meyrich später fest – trotz der immensen Anstrengungen, die die SGSH gerade in diesem Bereich im Training unter der Woche unternommen hatte. Während die Gäste aus dem Sauerland, bei denen Julian Mayer (8/3) nun durchaus effektiv sein schnelles Comeback feierte, hart für jedes Tor arbeiten mussten. Und es war nicht immer schlau, was an Optionen gewählt wurde. Zu oft suchte die SGSH ihre Chance über die Mitte, in der Zwei-Meter-Mann Stephan Pletz im sehr guten Zusammenspiel mit Philipp Ruch zum nächsten SGSH-Hindernis erwuchs. Beim 16:17 (35.) führte letztmals der Gast, dann dreht die HSG den Spieß peu a peu bis zum 24:21 (44.). Ein Rückstand, dem die SGSH bis zum Schluss nachlaufen sollte.

Erstmals Schlagdistanz war beim 27:26 (56., Buff) hergestellt. Doch so sehr sich die SGSH auch um die Wende, einen Punkt oder gar derer zwei bemühte – es blieb wie verhext. Und der Hexer hieß Philipp Ruch. In den letzten vier Minuten, in denen auch Skabeikis drei Paraden zeigte, ließ die SGSH acht Chancen ungenutzt. So war stand am Ende ein hart erkämpfter 29:27-Erfolg für das Mast-Team. Das hat den kurzen Weg ins gesicherte Mittelfeld ein Stück weit geschafft. Die SGSH dagegen ist nach dem Gummersbacher Sieg in Varel den Abstiegsplätzen wieder ein Stück näher gekommen. - MZV

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