Niederlage in der Rheinpfalz

Ein Festival der technischen Fehler

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Niederlage mit der SGSH in Zweibrücken: Kreisläufer Daniel Buff.

Zweibrücken – Einer ganz starken ersten Halbzeit folgte eine ganz schwache zweite: Die SG Schalksmühle-Halver unterlag am Samstagabend in der 3. Liga West beim SV 64 Zweibrücken nach einer 12:7-Pausenführung am Ende 21:23 und verpasste es so, vor Ostern die erhoffte totale Sicherheit im Abstiegskampf zu erlangen.

Ein erneut überragender Dominik Formella und eine starke Abwehrleistung waren in den ersten 30 Minuten Garant für die komfortable Führung. „Eigentlich müssen wir zur Pause mit sieben bis neun Toren führen“, stellte SGSH-Trainer Mathias Grasediek nach dem Spiel fest.

Die Fehlerquote gegen die aggressive Deckung des Neulings war eine niedrige. So ermöglichte die SGSH dem Bullacher-Team kaum Tempo-Chancen – und drei Gegenstöße und zudem einen Siebenmeter ließ der SV 64 auch noch aus. Wie schon im November (seinerzeit 12:4) war die SGSH, bei der neben Formella auch Mateusz Rydz eine gute Leistung gezeigt hatte, zur Pause auf Siegkurs.

Mit Fehlwürfen von Jansen und Mayer startete die SGSH allerdings direkt schlecht in den zweiten Durchgang. Zu den Fehlwürfen sollten sich aber vor allem bald viele technische Fehler gesellen. „Ein exorbitanter Anstieg – am Ende waren es 21“, stellte Co-Trainer Axel Meyrich am Ende fest.

 Diese leichten Ballverluste nutzten die Gastgeber, bei denen sich die Defensive inklusive Keeper Kovacin steigerte, zu zahlreichen Gegenstößen, die nun auch mit Ausnahme eines einzigen allesamt zu Treffern führten.

„Letztlich war es nach dem schnellen 14:14 auch ein Kopfproblem. Die Sicherheit war weg“, analysierte Axel Meyrich, Mathias Grasediek beklagte eine fehlende Grundordnung.

SV Zweibrücken - SGSH 23:21

Christian Feldmann (Schulterprobleme) stand zwar auf dem Spielbericht, spielte aber wie Daniel Krüger keine Minute, Marc Oberste kam erst in den letzten zehn Minuten. Es war ein Mangel an Alternativen beim Gast.

Eine Entschuldigung war das allerdings nicht wirklich, denn beim Bullacher-Team fehlten neben den drei Langzeitverletzten auch diesmal Toptorschütze Jerome Müller, der zwar wie Feldmann auf dem Spielbericht stand, aber ebenso wie sein Kollege aus der Jugend-Nationalmannschaft, Björn Zintel, gar nicht spielte.

Robin Egelhof überragt bei den Gastgebern

Dafür sprangen bei den Hausherren vor 430 Zuschauern andere in die Bresche, allen voran Linkshänder Robin Egelhof, der es am Ende auf sieben Treffer bringen sollte. Auch Kreisläufer Jonas Denk (4) machte ein gutes Spiel.

Bei den Gästen aus dem Sauerland war es nach dem Wechsel lediglich noch Tobias Fleischhauer (5/1), der deutlich über dem Soll lag. Ansonsten reihte sich quasi der komplette Kader in die Reihe der Spieler ein, die einfache Fehler machten. Eine „Ballung von Kleinigkeiten“ nannte Meyrich diese Fehlerserie.

Schon beim 15:14 (44.) führte erstmals das junge SV-Team. Beim 19:19 durch einen Wardzinski-Siebenmeter (57.) gelang der SGSH letztmals der Ausgleich, danach führten Egelhof (2), Wöschler und Zellmer die Youngster-Truppe mit ihren Treffern zum 23:21-Sieg.

„Das war nicht unverdient für Zweibrücken“, sagte Mathias Grasediek, „aber für uns war es gefühlt ein ganz bitteres Ergebnis.“ Die Möglichkeit einer Steilvorlage für die längste Rückfahrt der Saison (370 Kilometer) – die hatte die SGSH in der Rheinpfalz ziemlich leichtfertig vergeben. - wes/MZV

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