Guter Start, aber keine Punkte

SGSH: Das Fangnetz wieder leer

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Duell der Gegensätze: Der eher rustikale Martins Libergs (links) und SGSH-Spielmacher Christian Feldmann.

Varel - Die SG Schalksmühle-Halver bleibt auch nach vier Spieltagen in der 3. Liga West sieglos. Am Sonntagnachmittag musste sich das Grasediek-Team bei der HSG Varel-Friesland 23:25 (11:12) geschlagen geben. Somit stehen nun 1:7-Zähler und Rang 14 zu Buche.

Der Auftakt hatte so viel Hoffnung auf den ersten Sieg gemacht, am Ende aber waren die Fangnetze der SG Schalksmühle-Halver auch beim ersten Ausflug an die Nordsee leer. Die erste Viertelstunde war noch extrem konträr zur Verletztensituation auf beiden Seiten verlaufen: Die SGSH ohne Fünf (Jansen, Weßeling, Eskericic, Diehl und Ruskov), die HSG nur ohne Trainersohn Staszewski – 5:1-Verletzte, und doch legte die SGSH los wie die Feuerwehr, führte nach elf Minuten 6:1. Es war eine Startphase, in der ganz viel passte. Die Defensive sehr aufmerksam, Dominik Formella im Tor stark, der Angriff laufstark und geduldig bis zur Chance mit einem Kreisläufer Malte Müller, der sich auch im rechten Rückraum gut machte, dort aus Abwehrgründen den Vorzug vor Julian Mayer erhalten hatte.

So aber ging es nicht weiter. Die HSG richtete sich an den Einzelaktionen von Malvin Patzack im linken Rückraum auf, kämpfte sich auch in der Defensive besser in die Partie. Und je intensiver die Gastgeber vor 325 Zuschauern fighteten, umso schwerer wurde es für die SGSH. Maciej Dmytruszynski hatten die Altjührdener mit einem Positionsverteidiger aus dem Spiel genommen, daneben gab es wenig Durchschlagskraft aus dem Rückraum, dazu Fehlversuche aus aussichtsreichen Positionen gegen den immer besser ins Spiel kommenden André Seefeldt. Zur Pause hatten die Gastgeber, die sechs Minuten und 25 Sekunden mit dem traditionell so lange stehenden Anhang bis zum ersten Tor hatten warten müssen, die Partie zum 12:11 gedreht.

SGSH verliert an der Nordsee in Varel 23:25

Es war längst ein intensives Spiel, in dem eher die Abwehr- denn die Angriffsreihen zu gefallen wussten. Das änderte sich nach der Pause nicht, eher im Gegenteil. Siebeneinhalb Minuten lang fiel überhaupt kein Tor, wozu auch der eingewechselte Nicholas Plessers sein Scherflein beitrug. Das Torwartduell allerdings war trotzdem allenfalls ein unentschiedenes, denn auch Seefeldt hielt richtig stark. Dem 13:11 (38.) ließ die SGSH mühsam die Wende zum 14:15 (47., Dmytruszynski) folgen.

Julian Mayer setzt keine Akzente

Das Spiel lebte von der Spannung, aber längst auch von der Stimmung. Sie trug die Gastgeber nun, allen voran Patzack, aber auch den auftauenden Linkshänder Marek Mikeci. Auf ein Auftauen von SGSH-Linkshänder Julian Mayer hatte SGSH-Coach Mathias Grasediek zu Beginn des zweiten Durchgang vergeblich gewartet – Mayer hatte die für ihn gebauten Aktionen verweigert.

Mit den Fans im Rücken und vielleicht angesichts der Verletzung von Xhafolli (Verdacht auf Wadenbeinbruch nach unglücklicher Landung) mit einer Jetzt-erst-recht-Attitüde hatte die HSG auf der Zielgeraden die besseren Antworten. Beim 20:20 glich der agile Moritz Eigenbrodt letztmals für den Gast aus, danach zog Varel auf 24:21 davon und ließ im Anschluss nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Der SGSH blieb der Frust einer langen Heimfahrt ohne Punkte.

HSG: André Seefeldt, Levin Stasch (bei einem 7m), Hendrik Legler (bei einem 7m) – Malvin Patzack (8), Marek Mikeci (5), Martins Libergs (4), Tom Wiedenmann (3/2), Jan Derk Janßen (2), Ngadhnjim Xhafolli (1), Till Schinnerer (1), Max Wiedenmann (1), Helge Janssen, Kevin Straten, Kevin Langer
SGSH:  Dominik Formella, Nicholas Plessers (ab 31.) – Christian Feldmann (6/4), Maciej Dmytruszynski (4), Dominic Luciano (4), Malte Müller (3), Moritz Eigenbrodt (3), Natko Merhar (2), Jacek Wardzinski (1), Julian Mayer, Tobias Fleischhauer, Bastian Munkel (n.e.), Max Büchel (n.e.)
Schiedsrichter: Thorsten Heinke und Matthias Hochsprung (beide Hamburg)
Beste Spieler:  Seefeldt, Patzack, Mikeci – Feldmann, Plessers, Formella
Zeitstrafen:HSG 6, SGSH 6
Siebenmeter: HSG 2/4 (verworfen: Libergs und T. Wiedenmann, SGSH 4/4
Spielfilm: 0:4 (6.), 1:6 (11.), 6:7 (19.), 9:8 (26.), 12:11 (Halbzeit) – 13:11 (38.), 14:15 (47.), 18:18 (53.), 20:20 (55.), 23:21 (58.), 25:22 (60.), 25:23 (60.)
Zuschauer: 325

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