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Görden wird zum SGSH-Albtraum

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Von: Thomas Machatzke

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Vier Treffer erzielte Julian Mayer gegen Krefeld - häufig allerdings gab es wie hier kein Durchkommen gegen die starke Gästeabwehr. © Baankreis

Schalksmühle - Die Kulisse stimmte, die Leistung nicht: Gegen die HSG Krefeld bezog Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver vor 450 Zuschauern in der Sporthalle Löh eine 23:24 (8:13)-Heimniederlage. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Revanche nach der unnötigen Hinspielpleite in Königshof erfüllte sich fürs Neff-Team nicht.

Eine Woche nach der 32:33-Blamage gegen die SG Langenfeld präsentierte sich ein mannschaftlich geschlossen und hochmotiviert auftretender Gast vom Niederrhein an der Volme. „Das war die beste Abwehrleistung, die ich seit langem von meiner Mannschaft gesehen habe“, stellte HSG-Trainer Olaf Mast später fest. Mit einem alles überragenden Marcel Görden in der Abwehrmitte und Marc Pagalies auf der vorgezogenen Position hatte die HSG ein Zentrum, dass einen extrem hohen Laufaufwand betrieb und belohnt wurde.

Auch deshalb, weil die SGSH immer wieder Optionen über die Mitte suchte und sich immer wieder festlief, häufig in Zeitspiel-Notsituationen kam und halbe Chancen wählen musste, die keinen Erfolg brachten. Acht Treffer bis zum Wechsel zeugten auch von großer SGSH-Ideenlosigkeit, wobei zumindest der siebte Feldspieler, den Stefan Neff nach der zweiten Auszeit (22.) brachte, punktuell Besserung zu bringen schien. Aus dem 6:10 (20.) wurde ein 8:10 (26.), bis zur Pause enteilte der Gast aber wieder auf 8:13.

Nach dem Wechsel versuchte es die SGSH hinten mit einer 6:0-Formation, zog Brüning auf die Halbposition zurück und Diehl, der bei seinem Comeback den nun verletzten Ruskov gut ersetzt hatte, ins Abwehrzentrum zu Luciano. Vorne verzichtete Neff zunächst auf Weßeling, brachte Brüning auf der Halbposition und Diehl in der Spielmacherrolle nun auch offensiv.

Leidenschaftliches Kampfspiel und lautstarker SGSH-Anhang

Zwar nahm der Angriff - weiter phasenweise mit sieben Feldspielern - etwas mehr Schwung auf, doch dafür hatte der 6:0-Verbund nun noch größere Probleme mit dem starken Kreisläufer Görden, der binnen zehn Minuten vier Treffer erzielte (13:17, 40.). Er war der Akteur, der dieser Partie nachhaltig seinen Stempel aufdrückte. Einer Partie, die nun ein leidenschaftliches Kampfspiel war - gut anzusehen und mit starken Torhütern auf beiden Seiten (Tihanovs und Nippes). Die Hypothek aus der ersten Hälfte schien derweil für die SGSH zu hoch - bis zum 16:21 (47.) lief sie den fünf Treffern Rückstand hinterher.

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Malte Müller kam erst als siebter Feldspieler und später generell offensiv für Dominic Luciano und hinterließ einen starken Eindruck. © Baankreis

Auf der Zielgeraden wurde es aber doch noch einmal eng. Vielleicht auch deshalb, weil die personell arg gebeutelten Krefelder, die wie zuletzt Leichlingen nur mit elf Akteuren auf dem Spielbericht antraten, auf den Schlüsselpositionen praktisch gar keine Wechsel-Möglichkeiten hatten. Mit der Halle im Rücken, die die insgesamt schwachen Referees Reuther/Tobiasch als Zielobjekt des kollektiven Ärgers auserkoren hatte, kämpfte sich die SGSH mühsam heran, war nach Lutz Weßelings Tor zum 22:23 (58.) auf Schlagdistanz.

Doch nach Polmans 22:24 100 Sekunden vor dem Ende gelang Jacek Wardzinski nur noch das 23:24. Danach spielten die Krefelder mit immer neuen Freiwurf-Situationen und unter wütenden Protesten des SGSH-Anhangs die Zeit herunter und nahmen beide Punkte mit - und das war am Ende auch durchaus verdient.

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