SGSH unterliegt Düsseldorf

Bitterer Rückschlag gegen den Vorletzten

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Fünf Treffer: Julian Mayer.

Halver – Eine Woche nach dem emotionalen Herzschlagfinale beim Sieg gegen Duisburg kehrte Ernüchterung ein bei der SG Schalksmühle-Halver. Der Handball-Drittligist unterlag am Samstagabend vor 700 Besuchern an der Mühlenstraße dem Tabellenvorletzten ART Düsseldorf völlig verdient 24:28 (12:11) und kassierte damit im Kampf um den Klassenerhalt einen bitteren Rückschlag. Im Fernduell machte der VfL Gladbeck mit dem 34:34-Remis gegen den OHV Aurich somit einen Punkt gut auf das Grasediek-Team, das noch zwei Punkte vor dem VfL rangiert.

Von Thomas Machatzke

Was so unendlich zäh und letztlich erfolglos enden sollte, begann mit einer großen Leichtigkeit. Angetrieben vom Anhang, der von der ersten Minute an richtig präsent war, sorgten Mayer, Krüger und Diehl für eine schnelle 3:0-Führung (5.). Das schien ausnahmsweise mal einfach zu werden, zumal Skabeikis direkt einen Ranftler-Siebenmeter parierte. Das Publikum ahnte aber nicht, dass es damit bereits die beste Phase der Gastgeber gesehen hatte.

Die Handballer aus der Landeshauptstadt fingen sich nämlich und nutzten allerlei Nachlässigkeiten im SGSH-Spiel aus. Nach neun Minuten stand es 3:3. Und damit hatte das Spiel eine Phase erreicht, die eigentlich bis zur 52. Minute dauerte: jene Phase eines ganz enges Kampfes um jeden Treffer. Auch ohne den verletzten Neukirchen war die 6:0-Abwehr des ART dabei ein Hindernis, gegen das die Handballer aus Halver und Schalksmühle bis zum Ende kein wirklich nachhaltiges Mittel finden sollten. Natürlich spielte dabei auch eine Rolle, dass Maciej Dmytruszynski und Florian Diehl nach einer Erkältungspause im Training nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Die Gastgeber allerdings waren immerhin komplett – beim Gast fehlten neben Neukirchen auch noch Zobel und Akuinior (beide verletzt).

SGSH verliert 24:28 gegen ART Düsseldorf

13 Tore von Henning Padeken

In die Pause rettete die SGSH immerhin einen 12:11-Vorsprung. Nach dem Wechsel wurden die Bemühungen aber noch zäher. Mit Ausnahme von Julian Mayer und mit Abstrichen Feldmann und Stuhldreher fand im Angriff kein Akteur Normalform. Von Normalform durfte man nach dem Wechsel auch bei einem Gästeakteur keineswegs sprechen. Henning Padeken, alter SGSH-Bekannter aus Auricher Abstiegskampf-Zeiten vor drei Jahren, zündete in Durchgang zwei den Turbo und spielte sich in einen kleinen Rausch. Die offensivere Abwehrvariante der Hausherren hatte kein Mittel gegen den schnellen, wenn auch meist mit ein paar Schritten zu viel agierenden Müller gefunden.

Die defensivere Alternative knackte Hüne Padeken im Alleingang. Die Tore 20 bis 25 sollte Padeken allesamt selbst werfen, am Ende brachte er es auf satte 13 Tore (davon vier Siebenmeter). Bei seinem einzigen Unterwurf-Tor wurde er zudem von Dominic Luciano am Kopf getroffen. Die Referees Hütt und Kopplin zeigen Luciano die rote Karte (41.) – der meinte dies kommentieren zu müssen und erhielt noch eine Zeitstrafe oben drauf, was vier Minuten Unterzahl bedeutete. Padeken stand bald wieder auf und hatte fortan einen Abwehrbrocken weniger vor sich, der seine Würfe hätte blocken können.

Sechs Chancen, kein Tor

Und die SGSH? Sie drohte nun angesichts der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff permanent, den Anschluss zu verlieren. Nach dem 17:20 (47.) kämpfte sich das Team nochmals auf 21:22 (Feldmann, 52.) heran. Es war nun jene Situation, in der mit der Halle im Rücken das Happyend möglich schien. Bis zum 21:26 (57.)aber blieb die SGSH dann aber bei sechs Chancen gegen den guten Stephan le Clerque erfolglos. Danach war die Partie bei fünf Toren Rückstand verloren. Mit einer offenen Manndeckung versuchte der Gastgeber noch im Trüben zu fischen, doch die Partie war verloren. Es war eine verdiente Niederlage. Eine Niederlage, die nachdenklich stimmte: Die Luft im Abstiegskampf ist wieder ein bisschen dünner geworden.

SGSH-Tore: Mayer (5/1), Feldmann (5/3), Stuhldreher (4), Krüger (3), Hermann (2), Diehl (2), Buff (1), Müller (1), Oberste (1)

ART-Tore:  Padeken (13/4), Müller (4), Schiffmann (3), Bauer (2), T. Lipperson (2), Ranftler (2), Merten (2)

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