Niederlage gegen Schlusslicht

Böse Überraschung an der Mühlenstraße

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Lief sich auch immer wieder fest: Mateusz Rydz.

Halver - Es hatte der fünfte Saisonsieg im sechsten Spiel werden sollen, doch am Ende wurde die zweite Niederlage: Die SG Schalksmühle-Halver verlor ihr Heimspiel in der 3. Liga West gegen die SG Ratingen 25:27 (9:12). Für den Neuling aus Ratingen waren es nach fünf Niederlagen zum Start die ersten Drittliga-Punkte der Vereinsgeschichte.

Von Thomas Machatzke

Gründe für die überraschende Niederlage gab es mehrere, vor allem aber war die fehlende Durchschlagskraft im Angriff phasenweise eklatant. Vor allem aus dem Rückraum wusste die SGSH gegen die massive 6:0-Abwehr der Gäste nur selten Akzente zu setzen. Zudem gelang es den Gastgebern auch zu selten, das Tempo so hoch zu halten, dass die Ratinger in die Bedrouille gekommen wären. Nach dem 3:2 (Feldmann, 7.) dauerte es neun Minuten bis zum vierten SGSH-Tor und weitere acht Minuten bis zum fünften. Dem Ratka-Team, das so nach 24 Minuten 9:5 führte, spielte dabei in die Karten, dass die Referees Becker/Nickel (Pfungstadt) sehr robustes Abwehrverhalten nur selten bestraften. Nach 27 Minuten taten sie dies, als Florian Diehl die Faust von Johann Oesterwind ans Kinn bekam. Oesterwind sah die rote Karte. Das schien für die SGSH zu sprechen, die mit einem 9:12-Rückstand in die Pause ging.

SGSH unterliegt der SG Ratingen 25:27

Die Partie jedoch wurde nicht einfacher. Angesichts des Oesterwind-Ausfalls nahm der Gastgeber nun Arthur Giela kurz. Doch der Start in die zweite Hälfte verlief katastrophal. Im Angriff folgte ein leichter Fehler auf den nächsten, Rückwärtsbewegung gegen den schnellen Mike Schulz fand nie adäquat statt. So zogen die Gäste, bei denen nun ausgerechnet Oesterwind-Stellvertreter René Zobel ein richtig gutes Spiel machte, auf 10:16 (34.), 13:20 (45.) und 13:23 (50.) davon.

Entfesselter Jacek Wardzinski

Die Partie war praktisch entschieden, die SGSH hätte nun ein Tor pro Minute aufholen müssen. Und sie war mit einem nun entfesselt aufspielenden Jacek Wardzinski (11/4) offenbar gewillt, eben dies Unmögliche möglich zu machen. Hektisch wurde es nun, und dazu trug auch das Kampfgericht bei, das nach dem 22:26 einen Wechselfehler der Gäste und zunächst auch das Zählen eines SGSH-Tores übersah. Diskussionen schlossen sich an, da waren noch 99 Sekunden zu spielen. In doppelter Überzahl hoffte die SGSH weiter, doch nach dem 23:26 war Zobels Treffer zum 23:27 in doppelter Unterzahl praktisch der Knock-out. Die letzten beiden Wardzinski-Treffer des Abends waren so nur noch Ergebniskosmetik vor einem blau-weißen Freudentanz an der Mühlenstraße.

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