Höchste Saisonniederlage

An der Nordsee brechen am Ende alle Dämme

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Bester SGSH-Torschütze an der Nordsee: Julian Mayer.

WILHELMSHAVEN – Die letzte Reise an die Nordsee brachte für die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend die höchste Saison-Niederlage. Trotz 40 ordentlicher Minuten in der Nordfrost-Arena musste sich das Grasediek-Team beim starken Tabellendritten Wilhelmshavener HV am Ende überdeutlich 22:36 (12:17) geschlagen geben.

Die erste Hiobsbotschaft gab es bereits vor der Abfahrt: Florian Diehl lag mit Fieber im Bett, fuhr gar nicht mit in den Norden. Maciej Dmytruszynski war zwar dabei – bei ihm ging die SGSH aber wie angekündigt nach dessen Muskelfaserriss kein Risiko ein.

Das übrige Team machte seine Sache vor der imposanten Kulisse von 1400 Zuschauern gar nicht schlecht. In der Defensive nahm Feldmann als Positionsverteidiger Lukas Kalafut im linken Rückraum aus dem Spiel. Dominik Formella parierte gegen die übrigen Distanz-Schützen (u.a. den starken Drechsler) so manchen Wurf. Auch im Angriff war das Dargebotene ordentlich, auch wenn die SGSH für jedes Tor hart arbeiten musste. Positiv in Erscheinung trat vor allem Alex Brauckmann (4) mit guten Aktionen - er war am Ende neben Julian Mayer (6/2) bester SGSH-Schütze.

Problemfall Dominik Kalafut

Allerdings gab es auch ein Problem: Die Kreisläufer-Absprache im Innenblock mit Oberste und Luciano klappte ganz und gar nicht. So fand der Ball immer wieder zu einem völlig freistehenden Dominik Kalafut – und der traf bei maximalem Platz nach Belieben, traf am Ende zehnmal und damit noch besser als Drechsler (8). Trotzdem war die SGSH bis zum 12:10 (17.) auf Schlagdistanz. Was folgte, das waren zehn Minuten ohne Tor. Der Gast suchte weiter seine Chance im Tempospiel, doch hier schlichen sich zu viele Fehler ein. Aus dem 12:10 wurde ein 17:10. Zur Pause hieß es zwar nur 17:12 – eine Hypothek für Durchgang zwei war dies trotzdem.

Die zweite Halbzeit begann die SGSH engagiert und mit hoher Laufbereitschaft in der Defensive. So hielten die Handballer aus dem Sauerland den Abstand bis zur 45. Minute (23:18) konstant. Was dann folgte, verwässerte den bis dahin so guten Eindruck noch. Marc Oberste zog sich eine Daumen-Verletzung zu, konnte nicht weiterspielen. Christian Feldmann passte ebenfalls wegen eines lädierten Daumens.

SGSH-Projekt "Jugend forscht"

So startete Mathias Grasediek mit (von links nach rechts) Herzog, Polakovs, Stuhldreher, Mayer, Hermann sowie Müller am Kreis das Projekt „Jugend forscht“ - nur der eingewechselte Skabeikis im Tor machte den Altersschnitt kaputt... Das Projekt begann noch ganz gut, dann schlichen sich immer mehr technische Fehler ins Angriffsspiel ein. Dazu kam, dass der WHV mit einer beeindruckenden Konsequenz bis zum Ende das Niveau hochhielt und aus dem 23:18 so ein 35:21 machte.

Am Ende hieß es 36:22 für den Favoriten, der in dieser Form durchaus noch ein veritabler Titelkandidat sein dürfte. Die SGSH dagegen rutscht nach dem Wochenende angesichts des Neusser Erfolgs gegen Korschenbroich auf Rang 14 ab. Die beste Nachricht des Wochenendes kam für sie aus Gladbeck – dort gewann die HSG Krefeld 31:27, so dass der SGSH-Vorsprung auf Gladbeck, Düsseldorf und einen Abstiegsplatz trotz der Niederlage weiter drei Punkte beträgt.

Thomas Machatzke

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